Technik
Mittwoch, 30. Oktober 2002

Rien ne va plus: Erstes Online-Roulette

Leidenschaftliche Zocker müssen fortan nicht mehr den Weg ins Casino antreten, um auf ihre Glückszahl, Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade zu setzen. Stattdessen können sie bequem zu Hause am Roulette-Tisch Platz nehmen. In der Hamburger Spielbank eröffnete das erste deutsche Online-Roulette mit Konzession. Dies berichtet der Nachrichtendienst de.internet.com.

Die erste Kugel warf der Finanzsenator der Hansestadt, Wolfgang Peiner. Das Geschehen ist alles andere als virtuell: Die Glückszahlen werden von einem Croupier an einem ganz realen Roulettetisch im Saal 2 der Spielbank ermittelt. Zwei Web-Kameras fangen die Ereignisse ein und senden sie an die Mitspieler am heimischen PC.

Peiner rührte für das Spiel ums rasche Geld kräftig die Werbetrommel: "Weltweit erreichen illegale Glücksspiel-Angebote im Internet einen jährlichen Umsatz von rund zwei Mrd. Dollar. Das staatlich konzessionierte Online-Roulette der Spielbank Hamburg ist eine wirkliche und wirksame Alternative, um zu verhindern, dass die Bürgerinnen und Bürger durch die Nutzung dieser illegalen Angebote geschädigt werden."

Der Verein "Aktive Suchthilfe" geht davon aus, dass Hamburg rund 7,6 Mio. Euro an Steuereinnahmen aus dem Online-Roulette zufließen werden. Schon jetzt fließen durch das Glücksspiel pro Jahr etwa 195 Mio. Euro in die öffentlichen Kassen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass sich der Spieler nachweislich im Hamburger Stadtgebiet aufhält. Gegen die Übersendung einer Kopie des Personalausweises und die Nennung eines Kreditkartenkontos erhält man die Spielberechtigung. Nach der Registrierung kann man per Passwort beim Online-Roulette mitzocken. Na dann, viel Erfolg!

Quelle: n-tv.de