Technik

Warentest findet keinen gut Fernseher-Schnäppchen lohnen sich nicht

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Bei Fernsehern im Angebot sollte man immer misstrauisch sein und nachprüfen, ob es sich tatsächlich um Schnäppchen handelt.

(Foto: imago/Levine-Roberts)

Stiftung Warentest prüft 17 Fernseher, die Supermärkte oder Fachhändler als Schnäppchen anpreisen. Das Ergebnis ist eindeutig: Wer ein bisschen mehr Geld ausgibt, bekommt wesentlich bessere Geräte.

Sie sehen vielleicht gut aus und ihr Preis ist verlockend niedrig, doch Kunden sollten bei als Aktionsware angebotenen Fernsehern sehr misstrauisch drin. "Vorsicht, Schnäppchenfalle", warnt die Stiftung Warentest. Sie hat 17 Geräte getestet, die in Supermärkten oder im Fachhandel "so lange der Vorrat reicht" für kurze Zeit zu haben waren.

Die Prüfer haben die Aktionsmodelle aus vier Größengruppen ausgesucht und mit Fernsehern aus ihrer Datenbank verglichen, die dauerhaft im Handel erhältlich sind. Grundsätzlich kam Warentest dabei zu dem Ergebnis, dass es sich lohnt, ein wenig mehr auszugeben. "Oft reichen schon 40 bis 180 Euro mehr für deutliche bessere Qualität", so das Resümee der Prüfer. Keiner der getesteten Aktions-Fernseher erreichte die Gesamtnote "Gut". Vor allem schnelle Bewegungen stellten sie alles andere als gut dar, kritisiert Warentest.

Mehr als "befriedigend" ist nicht drin

Bei den mittelgroßen Fernsehern bis 43 Zoll schnitt von den Angebots-Fernsehern der Sharp LC-40CFG6022E mit "Befriedigend" (3,4) noch am besten ab. Die anderen Testkandidaten kassierten ein "Ausreichend". Für 300 Euro ist der Sharp damit wohl kein Fehlkauf, obwohl auch sein Bild bei schnellen Bewegungen "stark ruckelt". Wer 180 Euro mehr ausgibt, bekommt mit dem Philips 43PUS6162 allerdings einen Fernseher, den Warentest "Gut" (2,3) befunden hat. Unter anderem bietet der Philips eine höhere Auflösung und kann im Gegensatz zum Aktionsgerät Sendungen aufzeichnen.

Ähnlich sieht es bei den großen Fernsehern bis 50 Zoll aus. Hier ist der 420 Euro teure Toshiba 49U5766DA mit der Gesamtnote 3,0 das beste "Schnäppchen". Für 580 Euro bekommt man den guten (2,1) LG 49UJ6309, der bereits HDR-fähig ist und mehr Funktionen bietet als der günstige Konkurrent. Und auch bei diesen Geräten ist der Qualitätsunterschied bei der Darstellung schneller Sequenzen groß.

Klein und gut hammwa nich

Bei den kleineren Fernsehern bis 32 Zoll kam kein einziges Angebotsgerät über ein "Ausreichend" hinaus. Der Telefunken XF32D101 für 250 Euro ist mit der Gesamtnote 3,7 noch am nächsten an "Befriedigend" dran und Warentest attestiert ihm beim Fernsehempfang ein gutes Bild und allgemein einen großen Betrachtungswinkel. Ein Schnäppchen in dieser Größenklasse zu machen, scheint sehr schwierig zu sein. Der günstigste gute 32-Zöller in der Datenbank der Prüfer ist der Metz Cosmo 32, der allerdings rund 900 Euro kostet. Warentest schlägt als Alternative den befriedigenden Samsung UE32M5650 vor, der für knapp 490 Euro zu haben ist.

Noch düsterer sieht es bei den ganz Kleinen bis 24 Zoll aus. In dieser Größenklasse fanden die Tester in den vergangenen zwei Jahren kein einziges "auch nur halbwegs passables Gerät". Der Einäugige unter den Blinden ist hier mit dem Kendo 24HD183 immerhin ein Angebotsgerät, das ein befriedigendes Bild (3,3) liefert. Trotzdem sei auch dieser Fernseher nicht zu empfehlen, schreiben die Tester. Sie raten Käufern, möglichst zu einem größeren Gerät zu greifen.

Quelle: ntv.de, kwe