Technik

Die Finnen schieben nach Fünf neue Nokias kommen im Frühjahr

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Starkes Team: Auf dem MWC gibt's gleich fünf neue Nokias.

(Foto: HMD Global)

HMD Global zeigt in Barcelona zwar keinen Galaxy-S9-Konkurrenten, aber gleich vier neue Nokia-Smartphones, von denen jedes auf seine Art sehr interessant ist. Und eine weitere "Handy-Legende" feiert ein Comeback.

Auch wenn HMD Global beim Mobile World Congress (MWC) noch nicht sein 2018er-Flaggschiff vom Stapel laufen lässt, bieten die Finnen in Barcelona doch eine relativ spektakuläre Show. Sie präsentieren gleich vier neue Smartphones und einen alten Bekannten mit neuer Technik.

Veredeltes Nokia 8

Wie schon der Name vermuten lässt, ist das Nokia 8 Sirocco kein gänzlich neues Modell, sondern "nur" eine verbesserte Version des Nokia 8. Das Gehäuse ist dieses Mal aus Glas, Gorilla Glass 5 soll vor Kratzern schützen. Zusammengehalten wird es durch einen polierten Edelstahlrahmen. Das OLED-Display misst 5,5 Zoll und kommt im angesagten 18:9-Format, dadurch bleibt das Sirocco verhältnismäßig kompakt. Dünn ist es auch, in der Mitte sind es 7,5 Millimeter, zum Rand hin wird das Sirocco noch dünner und misst dort nur noch 2 Millimeter. Das Frühjahrs-Flaggschiff ist nach IP67 wasser- und staubdicht, kann kabellos geladen werden und hat mit 128 Gigabyte reichlich Speicherplatz. 

Das Nokia 8 Sirocco kommt Mitte April zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 749 Euro auf den Markt. Wie auch schon bei den Vorgänger-Nokias kommt das Sirocco mit purer Android-Software, die jetzt unter der "Android One"-Flagge fährt - das ist Googles Programm für reines Android und damit zusammenhängend schnelle Software- und Sicherheitsupdates. Dass HMD Global die auch wirklich umsetzt, haben die Finnen bereits bewiesen.

Nokia 6 geht in die nächste Runde

HMD Global hat auch das Nokia 6 noch einmal erneuert. Das Smartphone, mit dem das Nokia-Comeback eingeleitet wurde, hat zwar nach wie vor ein 16:9-Display, aber sein Alu-Gehäuse ist jetzt kompakter und es wird jetzt von Qualcomms aktuellem Mittelkasse-Chip Snapdragon 630 angetrieben. Dazu gibt’s jetzt einen USB-C-Eingang mit Schnelllade-Funktion. Die Kamera des neuen Nokia 6 wird wie bei den 8er-Modellen auch durch das Zeiss-Logo geadelt.

Das neue Nokia 6 ist ebenfalls ab Mitte April erhältlich und soll 279 Euro kosten.

Mittelklasse-Flaggschiff Nokia 7 Plus

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(Foto: HMD Global)

Im Nokia 7 Plus werkelt ein Snapdragon 660, ein etwas kräftigerer Chipsatz als der 630 im Nokia 6, und der Arbeitsspeicher ist 4 GB groß. Das Gerät hat einen 6 Zoll großen Bildschirm im 18:9-Format und auf der Rückseite gibt’s eine Doppel-Kamera mit Zeiss-Optik. Ein Objektiv knipst mit 12 Megapixeln, das zweite Objektiv mit 13 MP dient als Zweifach-Zoom. Die Frontkamera knipst Selfies mit 16 Megapixeln. Haptik-Plus ist das Metallgehäuse und der massive Akku mit 3800 Milliamperestunden.

Auch das Nokia 7 Plus ist ab Mitte April erhältlich, seine unverbindliche Preisempfehlung ist 399 Euro.

100-Euro-Smartphone für Einsteiger

Zum gleichen Zeitpunkt geht das Nokia 1 an den Start, das lediglich 99 Euro kostet. Dabei handelt es sich um ein auf die wichtigsten Funktionen reduziertes Smartphone, das wie die anderen mit reinem Android ausgestattet ist, allerdings in der schlanken "Android Go"-Variante - das ist eine abgespeckte Version des Betriebssystems, die besonders für Geräte mit wenig Leistungsfähigkeit konzipiert wurde. Der Arbeitsspeicher ist beim Nokia 1 dann auch nur 1 Gigabyte groß und der Prozessor nur für einfachere Aufgaben stark genug. Veraltet ist das Betriebssystem aber nicht, auch auf dem Nokia 1 läuft wie auf den anderen neuen Smartphones der Finnen "Oreo" (Android 8).

Comeback für Nostalgiker

Wie im vergangenen Jahr mit dem 3310 gibt’s diesmal mit dem Nokia 8110 ein Comeback einer "Handy-Legende" aus goldenen Nokia-Zeiten. Das 8110 ist ein Slider-Telefon, das im Gegensatz zu seinem Vorgänger LTE-fähig ist und mit 89 Euro auch wesentlich günstiger ist als das Top-Handy bei seinem Marktstart vor 20 Jahren. Das damalige Luxus-Handy konnte aber deutlich weniger als sein Nachfolger - das neue 8110 unterstützt nämlich nicht nur Google-Apps, sondern hat sogar den Google Assistant an Bord.

Quelle: n-tv.de