Technik

Update unterwegs Google Maps bietet jetzt Spritspar-Routen an

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Die spritsparende Route erkennt man am Blatt-Symbol.

(Foto: Google)

Nach einem Update zeigt Google Maps Autofahrern alternativ zu den schnellsten Strecken auch kraftstoffsparende Routen an. Bei einer Fahrt durch Berlin soll sich der Verbrauch so beispielsweise um mehr als 30 Prozent reduzieren lassen.

Durch den Klimawandel und rasant steigende Kosten ist Energiesparen ein immer wichtiger werdendes Thema. Das hat auch Google verstanden, das im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Suchen nach "Benzin sparen" beziehungsweise "Sprit sparen" um 338 Prozent registriert hat. Jetzt kann das Unternehmen Autofahrern nicht mehr nur mit Antworten, sondern auch direkt bei der Navigation mit Google Maps helfen. Denn nach einem Update, das in den kommenden Wochen verteilt wird, bietet ihnen die App (Android/iOS) neben den schnellsten auch kraftstoffsparende Strecken an.

Nicht nur die Länge zählt

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Je nach Alter, Motorleistung und Fahrzeugtyp kann die Ersparnis sehr unterschiedlich ausfallen.

(Foto: Google)

Bei der Ermittlung der energieeffizienteren Strecke spielt nicht nur die Länge eine Rolle, Faktoren wie Straßenneigung oder Verkehrsstaus werden ebenfalls berücksichtigt. Laut einem Google-Sprecher sollen die spritsparenden Routen dabei auch möglichst nicht durch ruhige Wohngegenden führen.

Nutzer sehen neben der potenziellen Ersparnis auch den geschätzten Unterschied bei der Ankunftszeit. In den Einstellungen kann man die spritsparenden Strecken bevorzugen oder festlegen, immer am schnellsten ans Ziel geführt zu werden. Außerdem ist es möglich, den Motortyp anzugeben, da die potenziellen Einsparungen je nach Antriebsart unterschiedlich ausfallen können. Man hat die Wahl zwischen Benzin, Diesel, Hybrid oder elektrischem Antrieb.

Hohe CO₂-Einsparungen möglich

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Der Effekt einer kraftstoffsparenden Routenplanung kann enorm sein. Als Beispiel gibt Google eine etwa einstündige Fahrt quer durch Berlin an, bei der die geschätzte Einsparung bei 35 Prozent liegt. Bei einer anderen Fahrt durch die Hauptstadt sind es immerhin 18 Prozent.

Auch der Beitrag zum Kampf gegen die Klimaerwärmung kann hoch sein. Google schätzt durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und mithilfe von Erkenntnissen des National Renewable Energy Laboratory (NREL) des US-Energieministeriums, dass spritsparende Routen das Potenzial haben, global über eine Million Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr zu vermeiden. Seit die Funktion im vergangenen Herbst in den USA und Kanada eingeführt wurde, sollen alleine dort so viele Emissionen eingespart worden sein, als habe man 100.000 Autos aus dem Verkehr gezogen.

Quelle: ntv.de, kwe

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