Technik

Samsung als Trendsetter Handys kriegen noch verrücktere Kameras

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Konzeptdesigner Ben Geskin hat Bilder des Galaxy S20 Ultra nach geleakten Fotos gerendert.

(Foto: Ben Geskin (@BenGeskin))

Leaks verraten, dass die Hersteller in diesem Jahr ihre Top-Smartphones mit noch mehr und noch leistungsfähigeren Kameras als bisher ausstatten werden. Allen voran geht Samsung mit dem Galaxy S20 Ultra, das einen Zoom-Rekord aufstellen könnte.

Den Smartphone-Herstellern fällt nicht mehr besonders viel ein, wie sich ihre Top-Geräte von denen der Konkurrenz unterscheiden könnten. Schiere Leistung ist schon länger kein Verkaufsargument mehr. Ein kräftiges Innenleben wird vorausgesetzt und selbst Mittelklasse-Smartphones haben schon jetzt oft mehr Muskeln als sie tatsächlich benötigen. Und was haben Käufer des kommenden iPhone wirklich davon, wenn Apples neuer A14-Chip sogar ein MacBook Pro antreiben könnte, wie "Macworld" berichtet? Im Alltag würden sie davon nichts merken. So ist der A10 des iPhone 7 immer noch stark genug für das jüngste iPad.

120-Hz-Displays in der Oberklasse Standard

Bei den Displays sieht's ähnlich aus, da geht aber ein bisschen mehr. Die Ränder werden vielleicht noch ein bisschen dünner, Frontkameras und Sensoren noch raffinierter versteckt und die Bildwiederholfrequenz klettert auf 120 Hertz (Hz). Kaufentscheidend dürften unterschiedliche Bildschirme in der Oberklasse aber kaum noch sein.

Bleibt vor allem die Kamera-Ausstattung. Und da heißt es in diesem Jahr erneut: je mehr desto besser. Das gilt sowohl für die Anzahl der Objektive als auch für die Auflösung oder den Zoomfaktor. Das beginnt schon mit dem Galaxy S20, das Samsung am 11. Februar enthüllen wird. Zahlreiche Leaks verraten bereits die wahrscheinliche Ausstattung des südkoreanischen Super-Smartphones.

Einem Datenblatt zufolge, das Ishan Agarwal auf Twitter veröffentlichte, wird es drei 5G-Varianten mit 6,2, 6,7 und 6,9 Zoll großen 120-Hz-Displays geben: das S20, eine Plus-Variante und ein Ultra-Modell. Angetrieben werden sie von Samsungs Exynos-990-Chip. Laut ersten Benchmark-Tests sollte der Arbeitsspeicher nicht kleiner als 12 Gigabyte (GB) sein, der interne Speicher ist dem Datenblatt zufolge mindestens 128 GB groß. Mit 4500 beziehungsweise 5000 Milliamperestunden haben auch die Akkus entsprechende Kapazitäten.

Hundertfacher Digi-Zoom

Beeindruckend ist aber vor allem die Kamera-Ausstattung des Galaxy S20 Ultra. Seine Hauptkamera soll mit 108 Megapixeln (MP) auflösen, dazu kommen eine 12-MP-Weitwinkel-Kamera und eine 48-MP-Tele-Kamera mit optischem 10-fach-Zoom. Digital soll die Kamera Objekte sogar ums Hundertfache vergrößern können. Dazu kommt ein ToF-Sensor für Tiefeninformationen. Auch die Frontkamera scheint ziemlich ultra zu sein, das Datenblatt gibt 40 MP und 4K-Videos mit 60 fps an.

Die beiden anderen Varianten sind nicht ganz so gut bestückt. Ihre Hauptkameras lösen nur mit 12 MP auf und die 64-MP-Tele-Kameras erreichen nur eine dreifache optische und eine 30-fache digitale Vergrößerung. Auch ihre Frontkameras fallen mit 10 MP eher normal aus.

Huawei legt nach

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So sieht wahrscheinlich das Huawei P40 Pro aus.

(Foto: Evan Blass (@evleaks))

Aber es geht noch krasser: Voraussichtlich Ende März legt Huawei mit dem P40 Pro nach. Das Smartphone hat geleakten Pressefotos zufolge auf der Rückseite gleich fünf Knipsen: Haupt-, Tele-, Superweitwinkel- und Makro-Kameras sowie einen ToF-Sensor. Das Teleobjektiv des P40 Pro soll ebenfalls einen zehnfachen optischen Zoom bieten. Auf der Vorderseite gucken zwei Frontkameras durch eine Aussparung im rund 6,7 Zoll großen 120-Hz-Display.

Quelle: ntv.de, kwe