Technik

WLAN-Lautsprecher mit WummsKleiner Denon Home 200 spielt mit Dolby Vision groß auf

30.04.2026, 19:39 Uhr Icke-im-WaldVon Klaus Wedekind
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Denon Home 200 Test (1 von 3)
Der Denon 200 ist in den Farben Holzkohle und Stein erhältlich. (Foto: kwe)

Der Denon Home 200 ist ein relativ kleiner WLAN-Lautsprecher, der einen großen Klang erzeugen kann. Dazu ist er nicht nur ein ausgezeichneter Streamer, sondern bietet auch etliche Verbindungsmöglichkeiten für Zuspieler.

Multiroom-Systeme liegen im Trend, denn sie ermöglichen es, in jedem Zimmer der Wohnung ohne komplizierte Verkabelungen die gleiche oder unterschiedliche Musik abzuspielen. Das Angebot ist groß, die Qualitätsunterschiede teilweise auch. Auf höchstem Niveau spielt Denon mit, das kürzlich eine ganze Serie von neuen WLAN-Lautsprechern herausgebracht hat. ntv.de hat den Home 200 ausprobiert, den zweitkleinsten davon. Er ist unter anderem ein direkter Konkurrent des Sonos Era 100 und gehört damit zur beliebtesten Größenklasse, quasi die Golfklasse der Multiroom-Speaker.

Schick und hochwertig

Der 14,0 x 14,0 x 21,6 cm große Lautsprecher kann sich mit seinem matten Metallsockel und dem stoffbespannten Zylinder wahrlich sehen lassen. Das Design ist nicht extravagant, sondern dezent elegant. Das 2,5 kg schwere Gerät steht rutschfest und vibrationsarm auf einem Gummiring, in dem als interessantes Detail auch die Status-LEDs untergebracht sind. Im Betrieb leuchten sie durchgehend weiß, wobei die Helligkeit in der zugehörigen Heos-App stufenlos gedimmt werden kann. Wahlweise kann man den Denon Home 200 mit seinem Stativgewinde an der Unterseite auch auf eine Halterung schrauben.

Denon Home 200 Test (2 von 3)
Die Schnellauswahl-Tasten sind praktisch. (Foto: kwe)

Die Oberseite des Lautsprechers ist matt gummiert. Auf ihr befinden sich einfache Steuerelemente mit physischen Tasten. Wenn man die Oberfläche abwischen möchte, da sich auf ihr schnell Staub sammelt, ist es gut, dass sie nur auf einen stärkeren Druck reagieren.

Die Steuerung ist nicht nur eine Notlösung, falls man das Smartphone nicht zur Hand hat. Sie bietet nämlich drei Schnellauswahl-Tasten, über die man beispielsweise direkt einen Streamingdienst starten kann. Um sie zu belegen, genügt es, sie lange zu drücken, während beispielsweise ein bestimmter Dienst oder eine in der App erstellte Playlist abgespielt wird.

Nur ein Assi zur Auswahl, aber viele Verbindungsmöglichkeiten

Als dritte Möglichkeit lässt sich der Speaker über Sprachbefehle steuern. Allerdings unterstützt das System bisher nur Apples Siri als digitalen Assi. Und das zusätzlich nur, wenn ein HomePod (mini) eingebunden ist, der die Führung übernimmt. Ob über Updates weitere Assistenten hinzugefügt werden, ist noch offen. Nutzt man Siri, können die Mikrofone durch einen Schalter auf der Rückseite deaktiviert werden.

Denon Home 200 Test (3 von 3)
Die Rückseite hat einiges zu bieten. (Foto: kwe)

Wesentlich vielseitiger zeigt sich der Lautsprecher bei den Verbindungsmöglichkeiten. Links vom Mikrofon-Schalter findet man eine Bluetooth-Taste sowie einen AUX-Eingang und einen USB-C-Anschluss. Letzterer dient nicht nur zur Verbindung von USB-Sticks et cetera, sondern stellt in Kombination mit einem Adapter auch eine Möglichkeit dar, ein LAN-Kabel anzustecken. Für Apple-Nutzer steht auch Airplay zur Verfügung, über Chromecast kann man (derzeit) nicht streamen.

Leichte Inbetriebnahme, übersichtliche App

Die Inbetriebnahme ist schnell erledigt. Nachdem man den Denon Home 200 mit einer Steckdose verbunden hat, lässt man die App danach suchen. Nach wenigen Sekunden ist er gefunden und man muss nur noch das Passwort für die gewählte WLAN-Verbindung eingeben.

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Die App ist relativ übersichtlich. Im Prinzip gibt es allgemeine Einstellungen und solche für einzelne Lautsprecher. Auf der Startseite kann man unter anderem Musikdienste oder Internetradio-Sender (TuneIn) hinzufügen. Es ist auch möglich, Playlists aus verschiedenen Quellen zusammenzustellen. Mit Spotify geht das aber nicht, hier gibt es nur die übliche (bequeme) Möglichkeit, aus der App des Streaminganbieters Listen abzuspielen.

Starker Raumklang

Klanglich kann der Denon Home 200 voll überzeugen. Es ist beachtlich, was sein 4-Zoll-Tief-/Mitteltöner zusammen mit zwei leicht seitlich abstrahlenden Hochtönern zustande bringt. Der Lautsprecher produziert für seine geringe Größe kräftige Bässe mit ordentlich Wumms, die relativ tief hinabreichen. Sie bleiben aber immer sauber getrennt von wohl definierten, tonangebenden Mitten.

Explosion
Das Innenleben des Lautsprechers. (Foto: Denon)

Die Höhen sind klar und detailreich, wobei die leicht seitlich abstrahlenden Tweeter in Kombination mit DSP-Software einen überraschend guten raumfüllenden Sound erzeugen können. Der Denon Home 200 unterstützt damit (virtuell) Dolby Atmos.

Ein Stereoeffekt ist zwar deutlich wahrnehmbar, hält sich aber in engen Grenzen. Das ändert sich, wenn man zwei Lautsprecher kombiniert, was ntv.de bei einer Denon-Vorführung hören konnte. Sie sind dann ein wirklich starkes Stereo-Paar. Ebenso können zwei Home 200 mit einer kompatiblen Soundbar des Herstellers ein potentes Surround-System bilden.

Knackiger Sound für Puristen

So hervorragend der Raumklang ist, er macht den Sound etwas weniger präzise. Das ist aber kein Problem, denn in der App kann man den Klang auf "Pure" umstellen, womit der Raumklang sowie andere Anpassungen abgestellt werden. Der Sound hat dann etwas mehr Biss und wirkt definierter. Allerdings ist dann die Klangbühne auch sehr eng.

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Im Auto-Modus kann man auch Bässe, Höhen und Breite einstellen. (Foto: kwe)

Ändern kann man daran nichts, nur im Auto-Modus mit Raumklang lassen sich auch Bässe, Höhen und Breite einstellen. Die Stärke der Tiefen lässt sich aber indirekt beeinflussen, indem man einstellt, ob sich der Lautsprecher an einer Wand oder gar in einer Ecke befindet. Ist das der Fall, halten sie sich etwas zurück, da Flächen die Bässe reflektieren und damit verstärken.

Fazit

Der Denon Home 200 überzeugt vor allem durch seinen tollen Klang, mit dem er unter anderem den (etwas kleineren) Sonos Era 100 hinter sich lässt. Außerdem bietet er durch seine Anschlüsse mehr Verbindungsmöglichkeiten als viele Konkurrenten. Einige potenzielle Käuferinnen und Käufer könnte es aber abschrecken, dass als digitaler Assi nur Siri zur Verfügung steht. Ebenso ist der Lautsprecher mit einem Preis von rund 350 Euro kein Schnäppchen.

Quelle: ntv.de

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