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Neuauflage als Falt-Smartphone Kult-Klapper Motorola Razr soll zurückkommen

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Die Patentzeichnungen geben einen genauen Ausblick auf die Neuauflage des Motorola Razr.

(Foto: WIPO via Neowin)

Motorola arbeitet an einer Neuauflage des legendären Klapp-Handys Razr. Das Smartphone im Retro-Design gleicht auf Patentzeichnungen dem Vorbild Razr V3, hat aber ein durchgehendes Display. Das sieht gut aus, hat aber einen entscheidenden Nachteil.

Faltbare Smartphones liegen im Trend. Auf der CES hat Royole als erster Hersteller ein funktionierendes Falt-Handy gezeigt, n-tv.de konnte das FlexPai bereits ausprobieren. Am 20. Februar wird Samsung wahrscheinlich das Galaxy F zeigen und der chinesische Hersteller Xiaomi hat ein Smartphone, dessen Display gleich zweimal geknickt werden kann. Doch nicht nur neue Designs werden durch biegsame Displays möglich - Motorola arbeitet an der Rückkehr eines echten Handy-Klassikers im Retro-Design.

Kult-Handy Razr

In den Neunzigerjahren und in der Zeit um die Jahrtausendwende kamen einige beliebte Handys auf dem Markt, die sich in Form und Design stark voneinander unterschieden und heute Kultstatus haben. Dazu zählen zum Beispiel die Nokia-Modelle 3310 und 8110, die die Nokia-Mutter HMD Global inzwischen neu aufgelegt hat. Auch das US-Unternehmen Motorola, inzwischen Teil des Computerherstellers Lenovo, legt jetzt einen Klassiker neu auf: Das Klapp-Handy Razr soll bald wiedergeboren werden.

Dass Motorola an einer Neuauflage arbeitet, war schon länger bekannt, ein Patentantrag wurde im August 2018 gewährt. Jetzt verweist "Winfuture" auf einen Bericht bei "Neowin" über eine neue Patentanmeldung bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Sie zeigt Zeichnungen, die bereits einen sehr genauen Einblick in das Design der Neuauflage bieten.

Den Zeichnungen zufolge hat das neue Razr große Ähnlichkeit mit dem ersten Razr V3, das 2004 zum Preis von 750 Euro vorgestellt und schließlich vom iPhone "entthront" wurde, wie es beim "Wall Street Journal" heißt. Wie das Ur-Razr lässt sich das neue Modell in der Mitte einklappen. Der entscheidende Unterschied: An der Innenseite hat das neue Razr ein großes, durchgehendes, flexibles Display. Damit unterscheidet sich das neue Razr in einem wichtigen Punkt von den Klapp-Smartphones anderer Hersteller, denn bei denen wird das Display an der Außenseite gebogen.

Scharfer Knick

Die Zeichnungen lassen weiterhin darauf schließen, dass an der Außenseite ein weiteres kleines Display sitzt, wie es auch das Razr V3 hatte. Ein solcher zweiter Bildschirm würde durchaus Sinn ergeben, etwa um Benachrichtigungen oder die Uhrzeit anzuzeigen. Zwei Kreise sind ebenfalls auf den beiden Außenseiten des Geräts mit gestrichelten Linien eingezeichnet. Der obere dürfte den möglichen Platz für eine Kamera markieren, der untere könnte für einen Fingerabdruck-Scanner stehen. 

Größter Nachteil des Motorola-Konzepts, wie es auf den Zeichnungen zu erkennen ist: Der scharfe Knick könnte schwer zu realisieren sein, ohne dass das Display auf Dauer nachgibt und bricht. Wenn Motorola aber einen Weg findet, dieses Problem zu umgehen oder etwa zwei Displays einbaut, die nahezu nahtlos miteinander verbunden sind, könnte das neue Razr ein elegantes Klapp-Smartphone werden. Wann es kommt und wie teuer es wird - laut Wall Street Journal könnte es 1500 US-Dollar kosten - steht freilich noch in den Sternen.

Quelle: n-tv.de, jwa

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