Technik

Shokz OpenDots 2 ausprobiertOffen für alles? Diese Ohrhörer zeigen, wo's langgeht

05.06.2026, 18:56 Uhr Icke-im-WaldVon Klaus Wedekind
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Shokz OpenDot 2 Test neu (1 von 1)
Die Shokz OpenDot 2 klingen nicht nur gut, sie sehen auch gut aus. (Foto: kwe)

Die Shokz OpenDot 2 stellen sich im Praxistest als die derzeit besten Ohrhörer heraus, die den Gehörgang nicht abdichten. Ihr Klang ist für diese Bauweise klasse, außerdem sitzen die Bluetooth-Clips extrem bequem und weisen eine enorme Ausdauer auf.

Menschen, die zwar Ohrhörer lieben, aber es hassen, wenn der Gehörgang dicht verschlossen ist und sie nichts mehr von der Umgebung mitbekommen, bilden die Kundschaft von Shokz. Der chinesische Hersteller ist bereits seit 15 Jahren Spezialist für sogenannte Open-Ears, was man seinen Produkten anhört. Eines der jüngsten Beispiele sind die kürzlich veröffentlichten OpenDots 2, mit denen Shokz zeigt, was mit dieser Bauweise inzwischen möglich ist.

Sehr bequem, extrem unkompliziert

Die rund 200 Euro teuren Ohrhörer gehören zur Gruppe der Clips, das heißt, sie klemmen an der Ohrmuschel. Der kugelförmige Lautsprecher ist vor dem Gehörgang platziert. Ein mit Silikon verkleideter elastischer Nickel-Titan-Bügel führt von ihm zur zylinderförmigen Einheit mit Elektronik und Akku, die hinter dem Ohr platziert ist.

Shokz OpenDot 2 Test (3 von 4)
Das schicke Ladecase hat die Schutzklasse IP54. (Foto: kwe)

"Klemmen" ist eigentlich nicht die richtige Formulierung, denn die etwas mehr als 6 g leichten Ohrhörer schmiegen sich eher um die Muschel. Man spürt sie kaum und sie sind so bequem, dass man sie problemlos den ganzen Tag tragen kann. Trotzdem sitzen die nach IP57 staub- und wasserfesten Ohrhörer so sicher, dass sie auch sporttauglich sind.

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Die Ohrhörer sitzen äußerst bequem. (Foto: Shokz)

Bei der Steuerung hat man teilweise zwei Möglichkeiten. Normalerweise erledigt man alles, indem man den Zylinder hinter dem Ohr mit Zeigefinger und Daumen an den Enden ein-, zweimal oder länger zusammendrückt. Um die Wiedergabe zu pausieren oder fortzusetzen kann man auch zweimal auf den Bügel oder den Zylinder tippen. Einfacher geht’s kaum.

Guter Klang

Der Klang der OpenDots 2 ist wahrscheinlich der beste, den man aktuell bei Open-Ears hören kann. Er ist nicht nur besonders luftig, sondern auch wunderbar klar. Die Mitten sind sauber ausdefiniert, sie könnten lediglich etwas bestimmender sein. Das übernehmen oft die Höhen, die präzise und detailreich sind. In diesen Bereichen spielen die OpenDots 2 auf hohem Niveau und müssen sich auch vor der Top-Konkurrenz aus dem In-Ear-Lager nicht verstecken.

Shokz OpenDot 2 Test (2 von 4)
Der Schall wird durch große Öffnungen auf den Gehörgang gerichtet. (Foto: kwe)

Bei den Bässen ist das kaum möglich, so tief hinab wie bei Ohrhörern, die den Gehörgang abschließen, können sie einfach technisch bedingt nicht reichen. In den mittleren Bereichen sind sie aber deutlich präsent und kräftig genug, um Spaß zu machen.

Dolby Audio oder "Smart EQ"

Ein dickes Plus beim Klang erreicht man, wenn man Dolby Audio aktiviert, auch wenn dann andere Anpassungen nicht mehr möglich sind. Die Bühne wird dann weiter und speziell die Mitten profitieren von der Verbesserung. Das hört man unter anderem deutlich an Stimmen.

Auch die Bässe werden etwas knackiger, tiefer reichen sie mit Dolby Audio aber auch nicht herab. Die Höhen gewinnen zusätzlich an Klarheit, bei manchen Stücken können sie dann aber etwas zu sehr stechen, beispielsweise bei kreischenden Gitarrensoli.

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Wahlweise hat man in der App die Möglichkeit, verschiedene Klangmodi auszuwählen oder über einen 5-Band-Equalizer eigene Einstellungen vorzunehmen. Außerdem gibt es "Smart EQ", wobei man über Vergleiche von jeweils zwei unterschiedlichen Versionen eines Klangbeispiels seinen individuell besten Modus finden kann. Das klappt ganz gut, im Test blieb aber Dolby Audio gewöhnlich die beste Wahl.

Stark bei Telefonaten, top Ausdauer

Gut schlagen sich die OpenDots 2 auch bei Telefonaten. Die eigene Stimme klingt zwar nicht ganz natürlich, aber angenehm. Dabei unterdrücken die Ohrhörer Hintergrundgeräusche erstaunlich effektiv, sogar in lauteren Umgebungen hören Gesprächspartner kaum etwas davon.

Auch, aber nicht nur, weil die Ohrhörer keine aktive Geräuschunterdrückung (ANC) beim Musikhören bieten, ist ihre Ausdauer beeindruckend - die OpenDots 2 halten bis zu zehn Stunden durch. Das Case, das auch induktiv geladen werden kann, bietet Reserven für weitere 30 Stunden. Nach fünf Minuten in der Box können leere Ohrhörer wieder bis zu zwei Stunden Musik wiedergeben.

Fazit

Bessere Open-Ears als die OpenDots 2 hat ntv.de bisher nicht getestet. Sie klingen gut, Tragekomfort und Ausdauer sind klasse, die Bedienung ist supereinfach. Eine interessante Alternative sind die fast ebenso guten Sony LinkBuds Clip, die man derzeit ab etwa 165 Euro bekommen kann.

Quelle: ntv.de

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