Technik

Flaggschiff mit Loch Samsung greift mit Galaxy S10 an

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Das Galaxy S10+ mit zwei Frontkameras.

(Foto: @OnLeaks/@91Mobiles)

Samsung stellt in San Francisco seine neue Galaxy-Klasse vor. Auffallend an den Geräten sind vor allem die "gelochten" Displays und ein Kamera-Riegel mit drei Objektiven auf der Rückseite. Die vielleicht spannendste Änderung kann man aber gar nicht sehen.

Nur wenige Tage bevor in Barcelona der Mobile World Congress beginnt (MWC), stellt Samsung auf einem gesonderten Event in San Francisco sein neues Flaggschiff-Duo Galaxy S10 und Galaxy S10+ vor. Nachdem die Vorgänger trotz hervorragender Qualität nicht zu Verkaufsschlagern wurden, weil sie dem S8-Duo einfach noch zu ähnlich waren, hat Samsung diesmal etwas tiefer in die Werkzeugkiste gegriffen und ein paar interessante Neuerungen vorgenommen, wie "Winfuture" schon vorab herausgefunden hat.

Loch für Frontkamera

Sofort ins Auge stechen die neuen AMOLED-Displays, die jetzt eine noch größere Fläche der Front einnehmen. Zwar gibt es unten immer noch einen breiteren Rand, an der Oberseite reicht der Bildschirm allerdings fast bis zum Rahmen. Möglich wird das, indem die Frontkamera durch ein kleines Loch im Panel fotografiert. Beim Plus-Modell ist die Aussparung breiter, da Samsung dort zwei Objektive untergebracht hat.

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Bis auf Displaygröße, Anzahl der Frontkameras und Akku-Kapazität sind die Geräte weitgehend identisch ausgestattet.

(Foto: All About Samsung)

Das Display des Galaxy S10 misst 6,1 Zoll, der Bildschirm des S10+ 6,3 Zoll. Beide bieten mit 3040 x 1440 Pixeln eine sehr hohe Auflösung, die wie bisher auch im Normalfall auf stromsparendere Werte reduziert wird.

Auf der Rückseite haben beide Modelle ein breites, horizontales Kamera-Modul, in dem drei verschiedene Objektive sitzen: Weitwinkel (12 MP), Ultra-Weitwinkel (16 MP/f2.2) und Zoom (12 MP/f2.4). Die Hauptkamera hat wieder zwei Blendenöffnungen, (f1.5/f2.4), die je nach Lichtverhältnissen automatisch gewählt werden.

Ultraschall-Sensor unterm Display

Im Kamera-Modul befindet sich auf der rechten Seite neben dem Fotolicht auch ein Pulsmesser. Den Fingerabdrucksensor sucht man dort aber vergeblich, weil er bei den neuen Galaxy-Flaggschiffen unterm Display sitzt. Dabei hat Samsung auf die Ultraschall-Technologie gesetzt, wodurch der Sensor wesentlich genauer, schneller und zuverlässiger arbeiten soll als optische Sensoren, wie sie beispielsweise im Huawei Mate 20 pro oder dem Oneplus 6T zum Einsatz kommen.

Natürlich hat Samsung auch die inneren Werte verbessert. So treibt die Flaggschiffe in Europa der neue hauseigene Prozessor Exynos 9820 an, der auf 6 oder 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zugreifen kann. Die Akkus haben ebenfalls größere Reserven als bei den Vorgänger-Modellen: Im Galaxy S10 steckt eine Batterie mit 3400 Milliamperestunden (mAh), der Akku des S10+ hat eine Kapazität von 4100 mAh.

Die Preise sind deftig: Laut "Winfuture" soll das kleinere Galaxy S10 mit 6 GB Speicher rund 900 Euro, mit 8 GB 1150 Euro kosten. Das Plus-Modell soll für 900 und 1250 Euro über den Tisch gehen.

Quelle: n-tv.de, kwe

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