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Modulare Bauweise mit Micro-LEDs Samsung präsentiert Fernseher-Revolution

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Mit 75 Zoll ist Samsungs neuer Micro-LED-Fernseher wohnzimmertauglich.

(Foto: kwe)

Samsung zeigt auf der CES einen 75-Zoll-Fernseher, der mit selbstleuchtenden Micro-LEDs zukunftsweisend ist. Die Technologie mit herausragender Bildqualität ermöglicht durch eine modulare Bauweise erweiterbare Displays und neue Formate.

"The Wall" war 2018 im wahrsten Sinne des Wortes ein großer Hingucker auf der CES, da das Gerät ein riesiger 146-Zoll-Fernseher war, bei dem erstmals sogenannte Micro-LEDs zum Einsatz kamen. Im Gegensatz zu herkömmlichen LCDs, die eine Hintergrundbeleuchtung benötigen, handelt es sich dabei um selbstleuchtende Bildpunkte. Damit sind unter anderem starke Kontraste wie bei OLED-Displays bei der hohen Leuchtkraft herkömmlicher LCD-Bildschirme möglich. Außerdem sind Micro-LED-Panels extrem blickwinkelstabil.

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Durch die Module sind viele verschiedenen Bildschirmformate möglich.

(Foto: kwe)

Allerdings waren die Chips der Micro-LEDs noch so groß, das keine engen Abstände und damit kleinere, alltagstaugliche Bildschirme mit hoher Auflösung möglich waren. Das hat sich aber geändert, wie Samsung auf der diesjährigen CES mit einem 75-Zoll-Gerät mit 4K-Auflösung beweist.

"Unsere Micro LED Technologie ist die Speerspitze einer neuen Displaygeneration mit intelligenten, individuell an die Umgebung anpassbaren Displays, die in jeder Kategorie verbesserte Leistungswerte erzielen werden. Wir sehen für Samsung Micro LED kaum Grenzen, aber fast endlos viele Möglichkeiten", sagte Samsungs Display-Chef Jonghee Han bei der Vorstellung des Fernsehers.

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Laut Samsung sollen bei zusammengefügten Modulen keine Übergänge zu sehen sein.

(Foto: kwe)

Damit könnte er richtig liegen. Denn Micro-LED-Bildschirme sind modular aufgebaut. So sollen Käufer eines solchen Geräts durch zusätzliche Module die Größe ihres Displays nachträglich verändern können. Das ist beispielsweise nach einem Umzug in eine geräumigere Wohnung sehr praktisch.

Die Micro-LED-Displays passen dabei die gezeigten Inhalte an die jeweiligen Bildschirmformate und die Anzahl der eingesetzten Module an. Während die Pixeldichte bei zusätzlich hinzugefügten Modulen unverändert bleibt, skalieren die Bildschirme den Inhalt hoch, wenn sie durch zusätzliche Module vergrößert werden und eine höhere Auflösung möglich wird.

Auch unterschiedliche Bildformate sind möglich: von Standard-16:9-Inhalten, über 21:9-Breitbild bis hin zu ungewöhnlichen Formaten wie 32:9 oder 1:1. Micro-LED-Displays kommen auch komplett ohne Rahmen aus und Samsung verspricht, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Modulen nicht zu erkennen sind.

Wann Micro-LED-Fernseher zu welchen Preisen in den Handel kommen, hat Samsung noch offengelassen. Die Geräte sollen aber auf jeden Fall künftig das Premiumsegment des Herstellers besetzen.

Quelle: n-tv.de

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