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iPhone schnell am Ende? So legt man Akku-Killern das Handwerk

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Wenn die Batterie des iPhone schnell schlapp macht, ist oft eine fehlerhafte App die Ursache.

(Foto: imago/imagebroker)

Wenn der Akku des iPhone kaum noch den Tag übersteht oder schon in wenigen Stunden abraucht, liegt gewöhnlich kein technischer Defekt vor, sondern Apps funktionieren nicht so wie sie sollen. n-tv.de zeigt, wie man die Akku-Killer findet und die Probleme behebt.

Wenn ein iPhone nicht bereits einige Jährchen auf dem Buckel hat, darf man erwarten, dass es sein Akku wenigstens über den Tag bringt, wenn man das Gerät ganz normal nutzt. Wenn ihm trotzdem schon nach ein paar Stunden die Puste ausgeht, könnte die Batterie defekt sein, aber meistens sind Apps die Ursache für Ausdauerprobleme, die leicht zu beheben sind. Man muss die Stromfresser nur finden.

Batterie liefert viele Infos

Beim iPhone kommt man Akku-Sündern auf die Schliche, wenn man in den Einstellungen auf Batterie tippt. Dort kann man zunächst sehen, welche Anwendungen im gewählten Zeitraum am meisten Strom verbraucht haben. Apps, die hier ganz oben stehen, sind schon mal sehr verdächtig, aber noch nicht überführt. Denn wenn sie häufig genutzt wurden, ist ihr Strombedarf ja vielleicht zu Recht hoch. Wie lange eine App aktiv war, findet man heraus, wenn man auf Aktivität anzeigen tippt.

Erkennt man hier ein krasses Missverhältnis zwischen Nutzungsdauer und Verbrauch, tippt man den Akku-Killer an und erhält eine weitere interessante Information: Man sieht, wie lange die Anwendung im Vordergrund und im Hintergrund aktiv war. Relevant ist hier vor allem die Hintergrundnutzung, also die Zeit in der die App Strom verbraucht hat, obwohl sie nicht geöffnet war.

Hintergrundnutzung einschränken

Nicht immer ist eine große Aktivität im Hintergrund böse, aber oft nicht nötig und manchmal völlig überflüssig. Das muss man von App zu App entscheiden. Dass eine E-Mail-Anwendung Nachrichten regelmäßig abruft, ist beispielsweise normal, aber nicht unbedingt nötig, wenn man Push-Benachrichtigungen erhält oder die Nachrichten ohnehin regelmäßig manuell abruft.

In so einem Fall kann man der App das Recht zur Hintergrundaktualisierung entziehen. Dazu kann man sie in den Einstellungen direkt antippen und hinter dem Eintrag den Schieberegler nach links ziehen. Oder man geht in den Einstellungen unter Allgemein zu Hintergrundaktualisierung und legt dort den Schalter hinter der gierigen Anwendung um.

Ortungsdienste kontrollieren

Die Maßnahme spart vor allem dann viel Energie, wenn eine Internetverbindung schwach ist und die App lange braucht, um die Konten zu synchronisieren. Es lohnt sich außerdem, unter Allgemein die Hintergrundaktualisierung nur im WLAN zuzulassen. Es verbraucht wesentlich weniger Energie als mobiles Internet.

Interessant ist auch ein Blick in den Einstellungen unter Datenschutz auf die Ortungsdienste. Die Ortung über GPS ist ein Stromfresser und deshalb sollte hier grundsätzlich nicht immer, sondern nie oder Beim Verwenden der App ausgewählt sein. In Ausnahmen kann eine dauerhafte GPS-Nutzung nötig sein, die Begründung der Entwickler steht unter der Auswahl. Ob sie plausibel ist, muss man von Fall zu Fall unterscheiden.

Neuinstallation kann helfen

Manchmal ist der hohe Stromverbrauch oder eine andauernde Hintergrundaktivität nicht erklärbar. Das kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht ging bei einer Aktualisierung der App oder des Betriebssystems etwas schief, manchmal antworten Server nicht, möglicherweise hat der Entwickler einen Fehler gemacht. In solchen Fällen ist es das Einfachste, die Anwendung zu entfernen und dann wieder zu installieren. Meistens ist ihr Verbrauch dann wieder im grünen Bereich.

Falls nicht, überprüft man die Kommentare im App Store. Ist man nicht alleine, liegt der Fehler wahrscheinlich beim Entwickler oder (seltener) bei Apple. Dann kann man nur darauf warten, dass ein Update das Problem behebt. Wenn möglich, bleibt die fehlerhafte Anwendung so lange deinstalliert oder man sucht eine alternative App, die kein Stromfresser ist.

Quelle: n-tv.de

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