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September-Event mit Fragezeichen Stellt Apple am Dienstag das iPhone 12 vor?

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Wie immer gibt das Event-Logo einen Hinweis darauf, was Apple zeigen könnte.

(Foto: Apple)

Am 15. September veranstaltet Apple ein virtuelles Event. Normalerweise sollten Tim Cook und Co. das neue iPhone 12 vorstellen, doch im Corona-Jahr ist nichts normal - auch bei Apple nicht.

Wenn Apple an einem Dienstag im September zu einem Event einlädt, muss man eigentlich kein Insider sein, um zu wissen, dass neue iPhones präsentiert werden. Doch die Corona-Krise geht auch an Apple nicht spurlos vorüber und allgemein geht man davon aus, dass die Geräte nicht vor Oktober auf den Markt kommen. Apple-Kenner Mark Gurman von "Bloomberg" erwartet sogar, dass die iPhone-12-Serie am 15. September nicht einmal vorgestellt werden. Stattdessen soll Apple eine weitere Show kommenden Monat planen. Aber was zeigt das Unternehmen dann kommenden Dienstag?

Apple Watch 6 und iPad Air 4

Tatsächlich deutet schon die Einladung darauf hin, dass im Mittelpunkt des Events die Apple Watch stehen wird. "Time flies" - "die Zeit fliegt" - steht darauf. Außerdem ist in der Grafik auf der Event-Webseite ein AR-Easter-Egg versteckt. Man sieht es, wenn man die Webseite mit einem iPhone oder iPad besucht und das Event-Logo antippt. Es löst sich dann auf und schlängelt sich zum Datum der Veranstaltung.

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Augmented Reality wird am 15. September in Apples Video-Event eine wichtige Rolle spielen.

(Foto: kwe)

Der deutliche Hinweis auf Augmented Reality spricht eigentlich wieder für eine iPhone-Vorstellung, da es heißt, zumindest die Pro-Modelle seien mit Lidar-Sensoren ausgestattet. Und diese liefern Tiefen-Informationen für AR-Aufgaben. Allerdings spielt die erweiterte Realität auch bei iPads eine wichtige Rolle. So erwartet Gurman neben der sechsten Apple-Watch-Serie auch die vierte Generation des iPad Air, jetzt mit nahezu randlosem Display wie bei den Pro-Modellen.

Möglicherweise wird Apple das September-Event auch noch zur Vorstellung weiterer Geräte nutzen. Dazu könnten Over-Ear-Kopfhörer und ein kleinerer HomePod gehören. Vielleicht gibt's auch weitere Details zum ersten Mac-Computer, der mit Apples erstem eigenen ARM-Chip laufen soll.

Und wenn Apple doch iPhones zeigt?

Dass Tim Cook und sein Team die kommenden iPhones vorstellen, ist aber auch nicht ausgeschlossen. Die Geräte jetzt zu zeigen und in Kürze Vorbestellungen zu starten, wäre bei einem Marktstart im Oktober nicht zu gewagt - bei anderen Herstellern ist dies eher der Normalfall. Eine große Überraschung wird die iPhone-12-Serie ohnehin nicht mehr sein, zu viel ist bereits bekannt.

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Laut "EverythingApplePro" könnte die iPhone-12-Serie so aussehen.

(Foto: EverythingApplePro)

Schon seit Dezember rechnet man in diesem Jahr nicht nur mit drei, sondern mit vier verschiedenen iPhone-Varianten. Genau genommen sind es sogar fünf, denn im April präsentierte Apple bereits das neue iPhone SE. Das iPhone 12 Pro soll ein 6,1 Zoll großes Display besitzen, das iPhone 12 Pro Max einen riesigen 6,7-Zoll-Bildschirm.

Dazu kommen vermutlich zwei Modelle mit 6,1 und 5,4 Zoll großen Panels. Sie sollen als iPhone-11-Nachfolger einfacher ausgestattet sein, aber wie die Pro-Varianten OLED-Displays haben. Aber nur bei den teureren Modellen ist mit einer höheren Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz zu rechnen. Die günstigeren Geräte sollen außerdem Aluminium-Rahmen haben, während die Pro-Modelle mit Stahl ummantelt sind.

Kantiges Design für 5G?

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Nachdem sich optisch bei den aktuellen Geräten nicht viel getan hat, wird für die 12er-Serie ein deutlich verändertes Design erwartet. Man rechnet damit, dass es stark an das des iPhone 4/4S mit breitem, flachem Metallrahmen erinnern wird. Das veränderte Design könnte der Tatsache geschuldet sein, dass alle neuen iPhones 5G-fähig sein sollen und in dem flachen Rahmen dafür die Antennen besser verteilt werden können.

Die Pro-Modelle können aller Wahrscheinlichkeit nach wie die aktuellen Geräte durch drei verschiedene Objektive knipsen. Ihre Lidar-Sensoren sollen bei Nachtaufnahmen auch den Autofokus unterstützen. Die einfacheren Varianten haben voraussichtlich nur zwei Rück-Kameras und keine Lidar-Sensoren.

Quelle: ntv.de, kwe