Technik

Microsoft langt kräftig zu Surface Laptop 5 ist edel, aber nicht wirklich neu

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Das Microsoft Surface Laptop 5 im schicken Aluminium-Kleid.

(Foto: kwe)

Das Microsoft Laptop 5 ist ein schickes und starkes Notebook, das die Arbeit meistens zum Vergnügen macht. Es unterscheidet sich aber nur wenig vom Vorgänger, und die Preise für das edle Alu-Laptop sind wirklich heftig.

Vor fünf Jahren brachte Microsoft das erste Surface Laptop auf den Markt. Schon damals hinterließ es einen zwiespältigen Eindruck, da es einerseits ein schickes und solides Arbeitstier mit sehr guter Hardware war, aber mit Windows 10S und vor allem nur einem USB-Anschluss sehr spartanisch ausgestattet war. Seitdem hat sich nicht sehr viel verändert. Die fünfte Generation sieht der ersten noch sehr ähnlich und auch bei den Pros und Contras hat sich wenig geändert.

Ganz schön teuer

ntv.de hat eine Variante mit 15 Zoll großem Display, Intel-Core-i7-Chip der zwölften Generation, 16 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) und 512 GB großem SSD-Laufwerk ausprobiert. In dieser Konfiguration kostet ein Surface Laptop 5 stolze 2080 Euro, mit 1 Terabyte (TB) Speicherplatz und 32 GB RAM sogar 2750 Euro.

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Tastatur und Touchpad sind prima.

(Foto: kwe)

Für das günstigste 15-Zoll-Modell mit 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB großem SSD-Laufwerk muss man 1530 Euro hinblättern. Mit 13,5 Zoll großem Bildschirm gehen die Preise bei 1180 Euro für ein Core-i5-Modell los und enden bei 1950 Euro für die beste Variante mit Core-i7-Chip.

Unverändertes Design

Das Design hat Microsoft nahezu unverändert gelassen, und nach wie vor hat man nur bei der kleineren Ausführung die Wahl zwischen einem reinen Metallgehäuse oder einem Alcantara-Überzug der Tastatur-Umgebung. Das ist okay, das Gerät sieht nach wie vor toll aus und ist mit 14,7 mm und 1,56 Kilo (15 Zoll) oder 14,7 mm und 1,3 Kilo erstaunlich dünn und leicht.

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Die Tastatur gewährt Fingern viel Platz, Druckpunkt und Hub der einzelnen Tasten sind sehr angenehm. Das große Touchpad reagiert präzise, und die Fingerkuppen gleiten fast ohne Widerstand darüber. Auch das Touch-Display weist die gleiche hohe Qualität wie beim Vorgänger auf. Mit einer Pixeldichte von 201 ppi ist der Bildschirm sehr scharf, er kann hell leuchten, bietet gute Kontraste und natürliche Farben. Weil er stark spiegelt, ist er für den Outdoor-Einsatz allerdings nur bedingt geeignet.

Starke Intel-Chips

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Viel sparsamer kann die Ausstattung mit Anschlüssen kaum sein.

(Foto: kwe)

Mit dem aktuellen Core-i7-Chip und 16 GB RAM hat das Surface Laptop 5 für ein Office-Notebook eine Menge Muskeln. Auch bei der Bild- oder Videobearbeitung muss man keine Päuschen befürchten, solange man nicht mit enorm großen Dateien im Profibereich arbeiten möchte. Ähnliches gilt bei Spielen: Das Surface Laptop 5 ist kein Gaming-Notebook, ist aber durchaus zum Zocken grafisch nicht allzu anspruchsvoller Titel zu gebrauchen.

Toll ist, dass die Lüfter selbst bei höchster Beanspruchung kaum zu hören sind. Ein weiterer Pluspunkt ist die Ausdauer: Das Surface Laptop 5 hält im Office-Betrieb locker mindestens eine Arbeitsschicht ohne Steckdose durch, laut Datenblatt sind im Idealfall sogar bis zu 17 Stunden drin.

Billige Webcam, wenig Anschlüsse

Microsoft hat also bewährte Technik etwas stärker gemacht, woran nichts auszusetzen ist. Was schon sehr gut ist, muss man nicht unbedingt versuchen, noch besser zu machen. Allerdings hat der Hersteller auch alte Schwächen in die neue Generation übernommen. So löst die Webcam nach wie vor mit mickrigen 720p auf. Microsoft hätte wie Apple beim neuen MacBook Air einsehen müssen, dass das nicht mehr zeitgemäß ist - vor allem, wenn man das Gerät beruflich für Videokonferenzen einsetzt.

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Ein größerer Schwachpunkt sind die wenigen Anschlüsse. Das Surface Laptop 5 hat erneut auf der linken Seite nur einen USB-C-Anschluss, der aber mit USB 4.0 beziehungsweise Thunderbolt 4 wenigstes sehr hohe Datenraten erlaubt. Neben ihm findet man noch einen USB-A-Eingang (USB 3.1) und eine Kopfhörerbuchse. Das war's. Auf der rechten Seite befindet sich lediglich der Surface-Connect-Anschluss, an dem das Kabel des Netzteils magnetisch andockt.

Alles in allem ist das Microsoft Surface Laptop ein edles Arbeits-Laptop, mit mehr als ausreichend Arbeitskraft, einem prächtigen Touchscreen, angenehmer Tastatur und klasse Touchpad. Für die hohen Preise ist die Ausstattung aber sehr mager, wenigstens ein zweiter USB-C-Anschluss hätte drin sein sollen.

Quelle: ntv.de

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