Technik

Modulares System für alle Fälle Vive XR Elite lässt andere VR-Brillen alt aussehen

Die HTC Vive XR Elite ist modular aufgebaut und kann auch ohne den großen Akku (rechts) genutzt werden.

Die HTC Vive XR Elite ist modular aufgebaut und kann auch ohne den großen Akku am Hinterkopf genutzt werden.

(Foto: HTC/dpa-tmn)

HTC stellt mit Vive XR Elite eine High-End-Datenbrille vor, die virtuelle und gemischte Realität in einem modularen System vereint. Die Brille kann sowohl unabhängig als auch in Verbindung mit einem PC genutzt werden und soll besonders vielseitig einsetzbar sein.

HTC hat auf der Technikmesse CES in Las Vegas eine neue Virtual-Reality-Brille vorgestellt, die für die Meta-Tochter Oculus eine harte Nuss sein wird. Die Vive XR Elite ist ein mehrteiliges System aus Brille, Akku und Zubehör. Anwendungsbereiche sind unter anderem Spiele, Filme oder noch etwas unklar definierte Metaverse-Anwendungen. Inhalte gibt es über das HTC-Portal Viveport, Steam VR oder Epic.

Das Design der sowohl im Alleinbetrieb als auch mit einem PC nutzbaren Vive erinnert ein wenig an eine Schneebrille mit verspiegelter Front. Die Brille kann entweder mit Kopfbügeln getragen werden oder man verbindet sie mit dem großen Akku, der am Hinterkopf getragen wird. Ein umlaufendes Band mit Stellschraube sorgt für festen Halt. Zusammen mit dem Akku bringt das Ensemble 625 Gramm auf die Waage.

4K-Auflösung und 90 Bilder pro Sekunde

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Bei Filmen soll das gesehene Bild einem 300 Zoll großen Display entsprechen.

(Foto: HTC)

Bilddarstellung gibt es für jedes Auge in 2K-Auflösung, zusammen also in 4K (3840 zu 1920 Pixel) bei maximal 90 Hertz Bildwiederholrate. Für Brillenträger gibt es eine Korrektur bis minus 7 Dioptrien, Weitsichtige sollen ohne auskommen können.

In der Brille steckt viel Technik: ein Snapdragon XR, Sensoren, Kameras, Ventilatoren zur Kühlung und mehr. Für die Orientierung im Raum dienen vier Kameras. Sie erfassen auch die Hände von Nutzerinnen und Nutzern und stellen sie im virtuellen Raum dar. Auch die ringförmigen HTC-Controller werden unterstützt.

Virtuelle Gegenstände im echten Raum

Eine fünfte Kamera kann das Bild vor den Trägern auf die Augenbildschirme durchspielen. Das dient für Mixed-Reality-Anwendungen, bei denen virtuelle Objekte in den sichtbaren Raum eingeblendet werden. Dieser Mixed-Reality-Modus soll auch für Arbeitsanwendungen dienen. HTC demonstrierte unter anderem eine virtuelle Büroumgebung, in der Bildschirme ins Blickfeld eingeblendet werden. Latenz und Farbgenauigkeit sollen besser sein als bei bisherigen Modellen, verspricht HTC.

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Zwei Stunden Laufzeit unter Leistung sind mit angeschlossenem großen Akku drin. Die Batterie lässt sich im laufenden Betrieb tauschen. Die Brille kann aber auch ohne Akku genutzt werden, sie lässt sich per Kabel mit Strom versorgen.

Als Basisausstattung wird die HTC Vive XR Elite mit Brillenbügeln, Batteriepack und einem Paar Controllern ausgeliefert. Sie rund 1400 Euro kosten und ist ab März 2023 verfügbar.

Quelle: ntv.de, kwe/dpa

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