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Mehr braucht man fast nicht Zehn Top-Gratis-Programme für Windows 10

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Für Windows 10 gibt es ausgezeichnete Gratis-Software für fast jeden Job.

(Foto: kwe)

Für Windows 10 gibt es für fast jeden Anwendungsbereich auch kostenlose Software, die Kauf-Programme locker ersetzen können. ntv.de stellt zehn starke Spezialisten vor, die gratis, praktisch und werbefrei sind.

Wer möchte, kommt bei Windows-10-Rechnern ganz ohne Kauf-Programme aus, das Angebot an kostenloser PC-Software ist riesig. Die Auswahl ist sogar so groß, dass es gar nicht einfach ist, die richtig guten Gratis-Alternativen zu finden. Um die Suche zu erleichtern, hat ntv.de zehn empfehlenswerte Programme ausgesucht, die ihre Arbeit richtig gut erledigen und ihre Nutzer nicht mit Werbung nerven.

Libre Office

Vor neun Jahren spaltete sich LibreOffice von OpenOffice ab und hat sich seitdem als erfolgreichste Alternative zu Microsofts Office-Suite etabliert. OpenOffice existiert zwar auch noch, jetzt verbreitet und betreut durch die Apache Software Foundation. LibreOffice wirkt allerdings grundsätzlich etwas moderner und wird häufiger aktualisiert. Das Paket beinhaltet ein Schreib-Programm, eine Tabellenkalkulation, Software für Präsentationen, ein Grafik-Programm, ein Mathe-Tool und eine Benutzeroberfläche für Datenbanken.

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(Foto: The Document Foundation)

Die LibreOffice-Programme können auch Microsoft-Office-Dateien öffnen und im entsprechenden Format speichern. Je komplexer ein Dokument ist, desto wahrscheinlicher wird es allerdings, dass nicht alle Details 1:1 dargestellt werden. Die aktuelle Version 6.4 soll aber noch etwas kompatibler zu Microsoft Office sein. So oder so: Die Umstellung fällt nicht schwer, wer mit Word & Co. klarkommt, findet sich auch in den LibreOffice-Anwendungen schnell zurecht.

Wer sich in der Google-Welt wohlfühlt, sollte unbedingt dessen Office-Anwendungen ausprobieren. Sie funktionieren im Browser, Dokumente können aber auch offline bearbeitet werden. Außerdem ist es mit Googles Apps einfach, über mehrere Geräte hinweg synchron zu arbeiten oder andere Nutzer zu beteiligen.

Audacity

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Audacity bietet enorm viele Funktionen, was die Software für Einsteiger etwas kompliziert macht.

(Foto: kwe)

Ein mächtig umfangreiches Gratis-Programm ist auch Audacity. Das betrifft weniger seinen Platzbedarf (unter 50 Megabyte) als seine Funktionsvielfalt. Die Software ist ein Schweizer Messer für die Aufnahme und Bearbeitung von Musik und anderen Audio-Dateien. Die Herausforderung ist hier, erstmal herauszufinden, wie man das Programm für seine Zwecke einsetzt. Möchte man Musik aufnehmen, schneiden und bearbeiten? Möchte man Audacity für Podcasts verwenden oder einfach nur Formate umwandeln? Es gibt wenig, was die Software nicht kann, viele Plugins erweitern ihre Möglichkeiten zusätzlich, Amateure und Profis werden bedient.

Damit man sich zurechtfindet, bietet Audacity Einsteigertipps auf Deutsch und auf einer Übersichtsseite viele zusätzliche Tutorials auf Englisch. Und wenn man ein bisschen sucht, findet man im Internet zahlreiche weitere Texte und Videos mit Anleitungen zu verschiedenen Anwendungsgebieten. Außerdem sind schon einige Bücher zu Audacity erschienen, man sollte aber darauf achten, dass sie möglichst aktuell sind.

Wem Audacity zu umfangreich und unübersichtlich ist, kann Ocenaudio ausprobieren. Die Software beschränkt sich aufs Schneiden und Bearbeiten. Die wichtigsten Infos zur Bedienung findet man bei Ubuntuusers.

VLC Media Player

Das Programm mit dem berühmten Leitkegel als Symbol ist aus gutem Grund so beliebt: Es spielt fast jedes Audio- oder Videoformat ab und lässt die vorinstallierten Media Player in dieser Hinsicht ziemlich alt aussehen. Außerdem bietet die sonst schnörkellose Software viele Anpassungsmöglichkeiten. In den meisten Fällen genügt es, einfach eine Datei mit dem Programm zu starten. Möchte man alle Möglichkeiten kennenlernen, nutzt man einfach die hervorragende deutsche Anleitung.

Darktable

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(Foto: Darktable)

Ambitionierte Hobby-Fotografen nutzen gerne das Adobe-Abo, das Photoshop und Lightroom beinhaltet. Es kostet rund 12 Euro im Monat, also mehr als 140 Euro im Jahr. Das Angebot ist stark, gute Alternativen sind nicht leicht zu finden, im Doppelpack gibt es sie gar nicht.

Ein leistungsstarker Ersatz für Lightroom ist Darktable. Es hat einen "Leuchttisch", mit dem man importierte Bilder organisiert, sowie eine Dunkelkammer, in der Fotos konvertiert und bearbeitet werden. Es gibt nicht so viele Werkzeuge wie in Lightroom, was die Software aber auch übersichtlicher macht. Trotzdem kann man mit insgesamt mehr als 60 Filtern ziemlich viel anfangen.

PhotoScape X

Nach der Organisation der Aufnahmen und den Vorarbeiten in Darktable übernimmt die weitere Bildbearbeitung PhotoScape X. Der große Vorteil gegenüber Gimp ist, dass das Programm viel leichter zu verstehen ist. Die Oberfläche ist mit ihren Symbolen weitestgehend selbsterklärend und man kann einfach loslegen. Die wichtigsten Werkzeuge und Filter sind in der Gratis-Version an Bord. Wer alle Funktionen nutzen möchte, muss die Pro-Variante für 40 Euro kaufen.

Shotcut

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(Foto: kwe)

Für die Videobearbeitung gibt's Shotcut. Die Open-Source-Software ist nicht so übersichtlich wie beispielsweise ein Elements-Programm von Adobe und einen schnellen Einstieg darf man nicht erwarten. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit weiß man aber auch bei Shotcut, wo alles zu finden ist. Und manche Dinge wie Überblendungen sind sogar verblüffend einfach umgesetzt. Anfängern ist die deutschsprachige Anleitung im PDF-Format zu empfehlen. Sie ist zwar nicht mehr ganz aktuell, aber die grundsätzlichen Schritte sind weitgehend gleich geblieben.

Mozilla Thunderbird

Den meisten Nutzern dürfte Microsofts Bordmittel Windows Mail genügen. Der E-Mail-Client ist optisch ein Leckerbissen und bietet außerdem eine gelungene Integration von Kalender und Aufgaben (To Do). Wenn das nicht ausreicht und man kein Geld ausgeben möchte, kommt man an Mozilla Thunderbird nicht vorbei. Dessen Design erinnert zwar an vergangene Windows-Zeiten, doch so einen großen Funktionsumfang durch viele Erweiterungen bietet sonst kein anderes Gratis-Tool. Eine Beschränkung bei der Anzahl der Konten gibt's nicht und Thunderbird ist auch eine gute Wahl, wenn man Wert auf Sicherheit durch Verschlüsselung legt.

KeePass

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Keepass hat bei Stiftung Warentest einen starken dritten Platz im Vergleichstest von Passwortmanagern erreicht.

(Foto: Dominik Reichl)

Wenn es um Sicherheit geht, sind unterschiedliche Passwörter für jedes einzelne Internet-Konto Pflicht. Damit man sich nicht alle verschiedenen Zugangsdaten merken muss, ist es sinnvoll, einen Passwort-Manager zu verwenden. Vom Metzinger Entwickler Dominik Reichl stammt die erstklassige Open-Source-Software KeePass. Verschlüsselung und Code sind sicher, Passwörter, PINs und andere vertrauliche Informationen sind in ihm gut aufgehoben. Außerdem kann das Tool auch sichere Passwörter generieren. Nach der Installation ist die Sprache zunächst Englisch. Deutsch muss zusätzlich heruntergeladen werden.

Edge Chromium

Browser kosten grundsätzlich kein Geld, weshalb Nutzer bei dieser Software wirklich die freie Auswahl haben. Eine leistungsstarke und besonders sichere Alternative ist hier auf jeden Fall Chrome. Wenn man darauf verzichtet, sich bei Google anzumelden, ist die Privatsphäre ebenfalls gut geschützt. Doch seit kurzer Zeit hat auch Microsoft wieder einen konkurrenzfähigen Browser im Portfolio, seit sich der Konzern entschlossen hat, den Edge-Browser zu entkernen und als Basis ab sofort Googles Open-Source-Code Chromium als Basis zu verwenden.

Durch diesen Schritt erhalten Nutzer des Edge Chromium im Prinzip die vorher schon gelungene Edge-Oberfläche mit der Leistungsfähigkeit des Chrome-Browsers. Sie können sogar Erweiterungen aus dem Chrome Web Store installieren.

Quelle: ntv.de