Kurznachrichten

Krim-Regierung stellt Ansprüche Ukraine muss um Gasfelder fürchten

Kurz vor dem Referendum über einen Beitritt der ukrainischen Krim zu Russland hat die Regionalregierung der Halbinsel angekündigt, die staatlichen Unternehmen in dem Gebiet zu übernehmen. Betroffen seien die Energiefirma Chornomornaftohaz, die staatliche Eisenbahn und mehrere Ferienanlagen, die ukrainischen Ministerien gehörten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Rustam Temirgaliew. "Das Eigentum privater Firmen und von Personen bleibt deren Eigentum." Es müsse aber nach russischem Recht neu registriert werden.

Mit Chornomornaftohaz und Erdgasfeldern im Schwarzen Meer könnte es für die Ukraine schwierig werden, von russischen Energielieferungen weniger stark abhängig zu sein. Mehr als die Hälfte ihres jährlichen Erdgasbedarfs deckt die Ukraine durch Importe aus Russland. Da die Regierung in Moskau diese Abhängigkeit schon mehrfach für politischen Druck eingesetzt hat, bemüht sich die Ukraine darum, ihre Energieversorgung breiter aufzustellen.

Das Erdgas des Schwarzen Meeres vor der Krim spielte dabei eine wichtige Rolle. Auch Konzerne wie Exxon Mobil, Royal Dutch Shell, Eni und OMV waren zur Stelle, um bei der Förderung dabei zu sein. Unterstützt wurden die Pläne von der Europäischen Union. Die Investitionen sind wegen der Krise aber in Gefahr. Exxon-Manager Andrew Swiger hatte in der vergangenen Woche gesagt, sein Unternehmen habe alle Aktivitäten in der Region auf Eis gelegt.

Quelle: ntv.de, rts

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