Wirtschaft

Auf Konfrontationskurs Airbus drohen Warnstreiks

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Airbus fliegt Boeing derzeit zwar weit voraus. Ein Arbeitskampf käme trotzdem ungelegen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Airbus fliegt derzeit auf einer Erfolgswelle. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Aber in Deutschland entbrennt zwischen der IG Metall und dem Unternehmen ein Tarifstreit erster Güte. Die Gewerkschaft droht mit Warnstreiks, Airbus mit dem Gericht.

Da bahnt sich etwas an: Die IG Metall hat zu Warnstreiks beim Flugzeugbauer Airbus aufgerufen. Wann es zu ersten Arbeitsniederlegungen kommen soll, stehe noch nicht fest, teilte die Gewerkschaft mit. Die Tarifkommission hatte die Warnstreiks beschlossen, nachdem beide Tarifparteien monatelang ergebnislos über einen Zukunftstarifvertrag, in dem Beschäftigung, Standorte und Einkommen bis 2020 gesichert werden sollen, verhandelt hatten.

"Am Verhandlungstisch kommen wir ohne Druck der Beschäftigten nicht weiter", sagten Tarifsekretär Daniel Friedrich von der IG Metall und Johann Dahnken vom Airbus-Gesamtbetriebsrat.

"Mit aller Härte"

Airbus betonte, gegen Warnstreiks "mit aller Härte" gerichtlich vorgehen zu vollen. "Die Warnstreiks basieren auf keiner rechtlichen Grundlage", sagte Sprecher Florian Seidel. Der bisherige Tarifvertrag laufe noch und sei nicht gekündigt worden. "Warnstreiks sind keine konstruktive Einstellung. Aber wenn das die gewählte Gangart ist, dann werden wir da mitgehen."

Rund 16.000 Airbus-Beschäftigte an den vier deutschen Standorten Bremen, Buxtehude, Hamburg und Stade sind zum Warnstreik aufgerufen. "Die Kollegen sind wirklich sauer und wollen sich nicht weiter abspeisen lassen", sagte Heiko Messerschmidt von der IG Metall. Einer möglichen gerichtlichen Auseinandersetzung sieht die Gewerkschaft gelassen entgegen. "Damit wird Airbus keinen Erfolg haben", sagte er.

Der Tarifkonflikt hatte sich zu Wochenbeginn zugespitzt, nachdem die letzten Verhandlungen am Freitagabend nach fast 12 Stunden ohne Ergebnis abgebrochen worden waren. Der größte Streitpunkt ist die Höhe der von beiden Seiten getragenen Produktivitätssteigerungen.

Quelle: n-tv.de, dpa/DJ

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23.04.09