Wirtschaft

Milliardenschwerer Großauftrag winkt Airbus sticht Boeing aus

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Airbus sticht wohl Boeing bei einem Großauftrag aus.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wenn ein langjähriger Boeing-Kunde zum Hauptkonkurrenten Airbus wechselt, sorgt das für einigen Wirbel. Der EADS-Tochter könnte genau das passieren: Eine milliardenschwere Order winkt und damit ein deutlicher Fingerzeig.

EADS
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Branchenexperten erwarten einen weiteren Etappensieg für den europäischen Flugzeugbauer Airbus: Nach dem erfolgreichen Start in das diesjährige Rennen mit Boeing steht die EADS-Tochter nach Informationen von Branchen-Insidern vor einem weiteren milliardenschweren Großauftrag - ausgerechnet von einem bislang traditionellen Boeing-Kunden. Die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, IAG, will den Informationen zufolge etwa 20 Airbus-Maschinen vom Typ A350-1000 kaufen. Das Volumen des Deals läge bei 5,5 Mrd. Euro. Beide Unternehmen lehnten eine Stellungnahme zunächst ab.

Das "Wall Street Journal" hatte zuerst über das Vorhaben berichtet. Das Geschäft gilt als überaus bedeutsam, denn es handelt sich um Großraum-Flugzeuge, die von den weltweit führenden Fluggesellschaften demnächst zu Tausenden bestellt werden dürften, um alte Modelle zu ersetzen. Boeing gerät damit Experten zufolge unter Druck, sein für diesen Markt geplantes Modell mit dem Arbeitstitel "777X" schneller voranzutreiben, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. "Es ist eine sehr deutliche Erinnerung, dass der Erneuerungszyklus bei großen Kunden ansteht", sagte Richard Aboulafia, Analyst bei Teal Group.

Profiteur des "Dreamliner"-Desasters

Der A350-1000 soll 2017 in den Flugbetrieb gehen. Es sind drei Versionen geplant, die größte ist für 350 Passagiere konzipiert und konkurriert direkt mit dem "777X" von Boeing. Eine der beiden kleineren Versionen des A350 wird voraussichtlich im Sommer ihren Jungfernflug absolvieren und zielt auf denselben Markt ab wie der" Dreamliner" von Boeing.

Der "Dreamliner" ist allerdings seit knapp drei Monaten wegen Problemen mit den Batterien am Boden. Er hat Flugverbot. 50 Maschinen des Typs 747 wurden bisher ausgeliefert.

Quelle: n-tv.de, rts

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