Wirtschaft
Dienstag, 05. Januar 2010

Zeitschriftenverleger in Sorge: Anzeigenkunden sparen

Die deutsche Zeitschriftenbranche rechnet nach einem deutlichen Einbruch des Anzeigenaufkommens im vergangenen Jahr nicht mit einer schnellen Erholung. Beobachter rechnen damit, dass weitere Zeitschriften aus dem Kioskregal verschwinden.

Die Wirtschaftskrise trifft Verleger und Werber hart.
Die Wirtschaftskrise trifft Verleger und Werber hart.(Foto: picture-alliance/ dpa)

"Nach wie vor stehen die (Werbe)-Etats unter erheblichem Kostendruck", erklärte Holger Busch, Geschäftsführer des Anzeigenbereichs beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

2009 sei das Volumen der Anzeigenseiten in Publikumszeitschriften wegen der Rezession um gut 16 Prozent gesunken. Damit fällt der Rückgang in etwa so hoch aus wie bei Zeitungen. Diese mussten nach Angaben ihres Verbands BDZV ein Anzeigen-Minus von 15 Prozent verkraften.

Krisengewinner "Landlust"

Unter der Reklameflaute haben 2009 nach Angaben des VDZ besonders Automobil-, Finanz- und Telekommunikations-Magazine gelitten. Dagegen sei die Zahl der Anzeigen in wöchentlich erscheinenden Frauenzeitschriften und Elternmagazinen stabil geblieben.

Einige Titel wie "Frau im Spiegel" oder das Heim- und Gartenheft "Landlust" haben sogar mehr Reklameseiten verbucht. Die meisten Anzeigenseiten unter den klassischen Kaufzeitschriften hat im abgelaufenen Jahr den VDZ-Angaben zufolge der "Stern" verkauft, gefolgt von "Spiegel" und "Focus".

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Quelle: n-tv.de