Wirtschaft

Rücktritt in der Investmentsparte? Bewegung bei Deutscher Bank

Die Spatzen pfeifen es von den Frankfurter Dächern: Der Co-Chef des Investmentbereichs der Deutschen Bank, Cohrs, steht angeblich vor dem Rücktritt. Seinen Bereich soll sein Kollege Jain mit übernehmen. Finanzkreisen zufolge soll Cohrs amtsmüde sein.

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Übernimmt Anshu Jain Michael Cohrs' (rechts) Zuständigkeiten?

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Deutsche-Bank-Vorstand Michael Cohrs könnte bald von seinem Posten als Co-Investmentbank-Chef zurücktreten. Dies könne schon in den nächsten Wochen geschehen, verlautete aus Unternehmenskreisen.

Cohrs steht dem Investmentbanking seit 2004 vor. Zuletzt stand er an der Spitze der Abteilung etwas im Schatten seines Vorstandskollegen Anshu Jain, der für den Bereich Global Markets zuständig ist. Cohrs verantwortet gegenwärtig von London aus den Bereich Global Banking, zu dem das Fusions- und Übernahmegeschäft zählt. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Den Kreisen zufolge könnte Cohrs nach seinem Abtritt eine beratende Funktion in der Bank behalten. Zuletzt wurde dem Manager in Finanzkreisen bereits eine gewisse Amtsmüdigkeit nach 15 Jahren bei der Deutschen Bank nachgesagt. Einem Insider zufolge könnten die Zuständigkeiten des 53-jährigen künftig von seinem Vorstandskollegen Jain übernommen werden, der damit seine Stellung in Deutschlands größtem Geldhaus festigen würde. Der 47-jährige wird auch zum Kreis derjenigen gezählt, die für eine Nachfolge von Konzernchef Josef Ackermann in Frage kommen.

Wann tritt Ackermann ab?

Die Debatte um die Ackermann-Nachfolge war unlängst wieder neu aufgeflammt. Losgetreten hatte sie der Deutsche-Bank-Chef selbst mit der Bemerkung, er sei mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Börsig seit Monaten in intensiven Gesprächen über die Frage. Es gehe aber nur um den Fahrplan der Nachfolge, nicht um eine vorzeitige Amtsübergabe, schränkte er kurz darauf ein.

Der im vergangenen Jahr verlängerte Vertrag des Schweizers läuft noch bis 2013. Zuletzt hatte es in Frankfurter Finanzkreisen geheißen, Ackermann wolle seine vor Weihnachten herausgegebenen Ziele für 2011 in jedem Fall schaffen. Der Deutsche-Bank-Chef peilt für nächstes Jahr einen Rekord-Vorsteuergewinn von zehn Milliarden Euro an.

Quelle: ntv.de, rts

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