Wirtschaft

Maßnahme gegen Finanzmarkt-Beben BoJ wirft Geldpumpe an

Durch das schwere Erdbeben in Japan werden Turbulenzen an den Finanzmärkten befürchtet. Dem will die Bank of Japan (BoJ) entgegenwirken. Die Notenbank plant eine Geldspritze von mehreren Billionen Yen. Auch die Regierung in Tokio will trotz der hohen Staatsverschuldung handeln und die Folgen des Bebens auffangen.

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BoJ und Regierung signalisieren Handlungsbereitschaft.

(Foto: REUTERS)

Nach dem schweren Erdbeben will die japanische Notenbank einem Medienbericht zufolge am Montag die Finanzmärkte mit einer Notaktion beruhigen. Wie die Nachrichtenagentur Jiji berichtete, sollen dem Geldmarkt mehrere Billionen Yen zur Verfügung gestellt werden.

Dies sei die erste kurzfristige Operation dieser Art seit Mai vergangenen Jahres. Damals hatte die Bank of Japan (BoJ) zwei Billionen Yen (umgerechnet 17,1 Milliarden Euro) in die Märkte gepumpt, um die Belastungen durch die Schuldenkrise Griechenlands aufzufangen. Nach dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami hatte die BoJ in Aussicht gestellt, alles zu tun, was in ihrer Macht stehe, um die Finanzmarktstabilität sicherzustellen.

Die Notenbank hat ihre anstehende Ratssitzung um einen Tag verkürzt. Der BoJ-Rat werde sich am Montag treffen und die Sitzung auch an diesem Tag beenden, hieß es in Tokio. Ursprünglich war eine zweitätige Sitzung geplant gewesen, die am Dienstag zu Ende gehen sollte.

Zuvor hatte der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda trotz der hohen Verschuldung des Landes angesichts des schweren Erdbebens seine grundsätzlich Handlungsbereitschaft signalisiert. Er werde den Handel mit japanischen Staatsanleihen genau beobachten, sagte Noda. Die hohen Schulden dürfte die Regierung nicht von notwendigen Maßnahmen abhalten, um die Folgen des Erdbebens aufzufangen.

Quelle: ntv.de, rts/DJ/dpa