Wirtschaft

Volle Auftragsbücher Centrotherm auf der Sonnenseite

Der auf die Solarindustrie spezialisierte Anlagenbauer Centrotherm ist dank starker Nachfrage nach Photovoltaik erfolgreich ins Jahr gestartet. Nach dem Rekordjahr 2010 legten sowohl Umsatz als auch Gewinn in den ersten drei Monaten 2011 noch einmal kräftig zu.

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Da kommt Sonne und Freude auf.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die wachsende Nachfrage der Solarindustrie nach effizienten Produktionsanlagen lässt die Kassen von Centrotherm klingeln. Der Anlagenbauer aus dem schwäbischen Blaubeuren startete mit prall gefüllten Orderbüchern und hohen Umsatz- und Gewinnzuwächsen ins Jahr und bestätigte seine Prognose für 2011.

An der Börse sorgte das für einen Kurssprung von über vier Prozent auf 38,87 Euro. "Centrotherm bleibt unser favorisierter Solarausrüster", kommentierte DZ-Bank-Analyst Sven Kürten. Die Quartalszahlen lägen klar über den Markterwartungen und unterlegten, dass der Gesamtjahresausblick konservativ sei.

Wachsende Nachfrage aus Asien

Im ersten Quartal schnellte der Umsatz bei einer Exportquote von knapp 92 Prozent auf 189,3 (Vorjahr: 115,3) Mio. Euro, der operative Gewinn (Ebit) auf 17,7 (9,8) Mio. Euro. Netto verdiente Centrotherm 12,2 (6,6) Mio. Euro. Der Auftragseingang stieg um r und 188 Prozent auf 224,3 Mio. Euro. "Wir haben einen sehr starken Zuspruch für die Erneuerung mit modernsten Technologien", sagte Finanzvorstand Thomas Riegler. Vor allem die Nachfrage aus Asien nach Einzelequipment für die Produktion von Solarzellen- und -modulen kurbelten die Geschäfte an.

Angesichts der vollen Orderbücher - der Auftragsbestand erreichte Ende März 870 Mio. Euro - bestätigte der Vorstand seine Jahresprognose. Demnach peilt Centrotherm 2011 einen Umsatz von 690 bis 710 (624,2) Mio. Euro an. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll sich erneut im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegen. Die Aktionäre sollen an den Zuwächsen erneut beteiligt werden. Riegler erklärte, bei der Dividende eine Ausschüttungsquote von 15 Prozent bezogen auf das Ebit anzupeilen.

Für das Rekordjahr 2010 mit einem Ebit von 75,4 Mio. Euro sollen die Aktionäre erstmals eine Dividende erhalten: 50 Cent je Aktie und einen Bonus von 20 Cent.

Quelle: n-tv.de, rts

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23.04.09