Wirtschaft

Ende der Talfahrt in Europa Continental hängt Gewinnziel höher

3eyw4811.jpg4987549006312481687.jpg

Der Jahresstart verlief bei Continental eher holprig.

(Foto: dpa)

Die Nachfrage nach Autoreifen berappelt sich und die Rohstoffpreise bleiben stabil. Das gibt dem Autozulieferer Continental neuen Schub und weckt Hoffnungen fürs Gesamtjahr. Die Marktteilnehmer sind zufrieden, sie spekulieren beim Conti-Kurs auf ein Allzeithoch.

Continental
Continental 86,28

Continental schraubt nach einem Gewinnsprung im abgelaufenen Quartal seine Gewinnprognose etwas höher. Erwartet werde nun für 2013 eine bereinigte operative Marge (Ebit-Rendite) von "mindestens 10,5 Prozent", teilte der Autozulieferer mit. Bisher war der Dax-Konzern von "über zehn Prozent" ausgegangen. "Trotz des schwächeren europäischen Automobilmarkts konnten wir unseren Erfolgskurs fortsetzen. Wir spüren jedoch inzwischen in Europa eine Stabilisierung des Geschäftsverlaufs", sagte Vorstandschef Elmar Degenhart.

In seinem Ausblick verweist das Unternehmen darauf, dass das anziehende Endkundengeschäft mit dem Reifenwechsel "noch nicht zu einem deutlichen Anstieg der Kautschukpreise" geführt habe. Das entlaste die wichtige Sparte um voraussichtlich zusätzliche 75 Millionen Euro im laufenden Jahr. Das verschaffe Luft für die Ziele.

Zugleich senkte Conti allerdings die Umsatzprognose auf etwa 33,5 Milliarden Euro von bisher 34 Milliarden und gab als Grund den starken Euro an, durch den im Ausland erzielte Einnahmen bei der Umrechnung schrumpfen. Der bereinigte Betriebsgewinn kletterte im dritten Quartal auf gut eine Milliarde von 854 Millionen Euro vor Jahresfrist und übertraf die Markterwartungen. Analysten waren im Schnitt für den Zeitraum Juli bis September von 925 Millionen Euro ausgegangen. Der Verschuldungsgrad sank per Ende September auf 61,6 von 87,1 Prozent.

Positive Marktreaktionen

Marktteilnehmer nahmen die Zahlen positiv auf. Die Nettoverschuldung sei wie erhofft deutlich gesunken, und das Ebit habe die Erwartungen deutlich geschlagen. "Und die deutlich höhere Cash-Flow-Prognose drängt die leicht gesenkte Prognose für den Umsatz in den Hintergrund", sagte ein Händler. Auch die höhere Ebit-Marge sollte den Kurs stützen. Der Kurs könnte das Allzeithoch bei 138,70 Euro wieder testen, so der Händler.

Quelle: ntv.de, rts/dpa/DJ