Wirtschaft

Toyota konnte nicht profitieren GM bleibt auf Augenhöhe

Der Opel-Mutterkonzern General Motors liefert sich einer Studie zufolge trotz seiner schweren Krise auch 2009 ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Toyota um den Titel als weltgrößter Autobauer.

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(Foto: dpa)

GM werde in diesem Jahr Prognosen zufolge 7,425 Mio. Autos verkaufen und damit nur 65.000 weniger als der japanische Konkurrent, erklärte Autoexperte Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach.

Der US-Autobauer profitiert demnach von der stark gestiegenen Nachfrage nach seinen Fahrzeugen in China. Platz drei in der Rangliste der größten Autokonzerne der Welt werde Volkswagen vor dem GM-Rivalen Ford belegen.

GM werde in diesem Jahr voraussichtlich elf Prozent weniger Autos verkaufen als 2008, erklärte Bratzel auf Grundlage seiner Prognosen. Damit müsse der US-Konzern ein deutlich geringeres Minus verkraften als der japanische Wettbewerber Toyota, dessen Absatz in diesem Jahr um 15 Prozent zurückgehe. Volkswagen hingegen komme im Krisenjahr 2009 nahezu ungeschoren davon: Der Absatzrückgang des Wolfsburger Konzerns werde vorläufigen Schätzungen zufolge nur ein Prozent betragen.

Auf dem weltweiten Automarkt habe sich im dritten Quartal von Juli bis September eine "deutliche Absatzerholung" bemerkbar gemacht, erklärte Bratzel. Grund hierfür seien Abwrackprämien für Altautos, die es in vielen Ländern gebe. Ein "sich selbst tragender Aufschwung" sei aber noch nicht erkennbar. In den ersten neun Monaten ging der Studie zufolge der weltweite Pkw-Absatz um insgesamt 15 Prozent zurück.

Quelle: ntv.de, wne/AFP