Wirtschaft

2014 soll es für Gewinn reichen Gamer sind neue Lieblinge von AMD

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Konsolen-Freunde sollen bei AMD wieder für schwarze Zahlen sorgen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der US-Chiphersteller AMD schreibt im vierten Quartal wieder schwarze Zahlen. Grund dafür ist die riesige Nachfrage nach neuen Spielkonsolen. Allerdings gehen die Verkäufe von PC-Chips einmal mehr zurück.

Der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat dank der regen Nachfrage nach Spielekonsolen im vierten Quartal wieder die Profitabilität erreicht. Prozessoren von AMD werden in den begehrten Spielekonsolen Playstation 4 und Xbox One verbaut, was sich unter dem Strich bemerkbar gemacht hat. Allerdings sind die Kalifornier nun auch stärker vom Verkaufsrhythmus bei den Konsolen abhängig. Diese werden traditionell verstärkt vor Weihnachten an den Kunden gebracht. Deswegen stapelt AMD fürs laufende Erstquartal tiefer und schwört den Markt auf sinkende Umsätze ein.

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Nach der Umsatzprognose verliert die AMD-Aktie im nachbörslichen Geschäft bei hohem Handelsvolumen 11,8 Prozent auf 3,68 Dollar.

Für Konzerngewinn reicht es 2013 nicht

Den Überschuss im letzten Jahresviertel bezifferte AMD auf 89 Millionen Dollar nach einem Verlust von 473 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz erhöhte sich um mehr als ein Drittel auf knapp 1,6 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich deutlich von 15,4 auf 34,8 Prozent.

In der Geschäftssparte Graphics and Visual Solutions, in dem die Kalifornier die Prozessoren für die Spielekonsolen angesiedelt haben, kletterte der Umsatz um satte 29 Prozent. Der Bereich Computing Solutions, der unter anderem Prozessoren und Chipsätze baut, verbuchte dagegen einen Umsatzrückgang um 13 Prozent.

Für das Gesamtjahr hat AMD aber noch nicht die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft, allerdings fiel der Verlust geringer aus als 2012. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 83 Millionen nach 114 Millionen Dollar im Vorjahr. Für 2014 hat sich AMD ein Erlöswachstum und schwarze Zahlen vorgenommen.

Sieben Millionen Spielgeräte

AMD leidet schwer unter der Flaute auf dem PC-Markt und fand nach einer Neuausrichtung im Spielekonsolen-Markt eine Alternative. Zwar bauen die US-Amerikaner auch noch Chips für PC und Notebooks, haben sich aber mit dem Bereich Gaming ein neues, starkes Standbein geschaffen. Im November 2013 und damit pünktlich zum Start des Weihnachtsgeschäfts brachten Sony die neue Playstation 4 und Microsoft die Xbox One in die Läden. Beide Spielekonsolen enthalten Spezialprozessoren von AMD namens "Semi-Custom Products".

AMD-Chef Rory Read sagte, Sony und Microsoft hätten mehr als sieben Millionen Geräte innerhalb von zwei Monaten verkauft. Besonders die Playstation 4 fand reißenden Absatz und war zeitweise in den Läden ausverkauft. "Damit wurden mehr als doppelt so viele Konsolen verkauft, als es bei den Konsolen älterer Generationen im ersten Quartal nach Markteinführung der Fall war", sagte Read weiter.

Für das Erstquartal geht Read davon aus, dass der Umsatz um etwa 16 Prozent niedriger sein wird als in den vergangenen drei Monaten. Nach der Schätzung dürfte der Erlös somit in einer Spanne zwischen 1,29 und 1,38 Milliarden US-Dollar liegen. Analysten hatten bisher einen Umsatz von 1,36 Milliarden Dollar erwartet. AMD geht aber davon aus, dass das Nachfragemomentum in dem Geschäft mit Spielekonsolen im weiteren Jahresverlauf anhält.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/rts