Wirtschaft

Rettungsgelder bis Oktober 2010 Geithner dehnt Hilfen aus

Die Vereinigten Staaten verlängern das zum Jahresende auslaufende Finanzrettungspaket Tarp sicherheitshalber bis weit ins kommende Jahr. Teurer soll das Programm nicht werden. Geithner will mit 550 Mrd. Dollar auskommen.

APTOPIX_Financial_Meltdown_Geithner_DCMC103.jpg4666234915659510498.jpg

Timothy Geithner: Obamas Mann für die großen Zahlen.

(Foto: AP)

Das staatliche Rettungsprogramm Tarp wird bis Oktober 2010 verlängert. Es würden dabei nicht mehr als 550 Mrd. US-Dollar aus dem Topf benötigt, schrieb US-Finanzminister Timothy Geithner in einem Brief an den US-Kongress. Das Tarp-Programm ist insgesamt 700 Mrd. Dollar schwer. DAs Akronym TARP steht dabei für "Troubled Assets Relief Program", zu deutsch etwa "Hilfsprogramm für bedrohte Vermögenswerte".

Die Verlängerung sei notwendig, um amerikanischen Familien zu helfen und die Finanzmärkte zu stabilisieren, schrieb Geithner an die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und den Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid. Demnach sollen die Hilfen im Immobilienmarkt, bei kleinen Banken und Unternehmen verwendet werden.

Der Kongress hatte das Hilfsprogramm im Oktober 2008 abgesegnet, als die Kreditkrise ihren Höhepunkt erreichte. Die Profiteure waren vor allem Banken, der ehemals weltgrößte Versicherer AIG sowie angeschlagene Autohersteller wie General Motors, Ford und Chrysler.

Weltrettung zum Schnäppchenpreis

Geithner zufolge erwartet die Regierung bis Ende 2010 Rückzahlungen von bis zu 175 Mrd. Dollar und weitere substanzielle Summen danach. Die zurückgezahlten Gelder und die nicht angerührten Tarp-Hilfen würden bedeutende Summen zum Schuldenabbau lassen, stellte Geithner den Politikern in Aussicht.

Den Steuerzahler werde das Tarp-Programm mit mindestens 200 Mrd. Dollar voraussichtlich weniger kosten als noch im August vorhergesagt. Damals ging die Regierung von 341 Mrd. Dollar aus.

Quelle: n-tv.de, rts

Mehr zum Thema
23.04.09
23.04.09