Wirtschaft

HeidelbergCement-Platzierung Geldregen für Merckle

Der Pharmaunternehmer Ludwig Merckle hat mit dem Teilausstieg bei HeidelbergCement rund 1,65 Mrd. Euro eingenommen.

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Ludwig Merckle

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Merckle, der Erbe des hoch verschuldeten Firmenimperiums seines Vaters Adolf, hält nach der Platzierung über ein Geflecht von Beteiligungsgesellschaften noch 24,25 Prozent an HeidelbergCement und damit auch keine Sperrminorität mehr, wie das Unternehmen mitteilte.

Damit hat er rund die Hälfte seiner Papiere abgegeben. Vor dem Aktienverkauf und einer Kapitalerhöhung war Merckle mit 72,4 Prozent an dem Baustoffkonzern aus Heidelberg beteiligt.

Der Milliardenerlös könnte Merckle helfen, weniger von seinem Firmenimperium verkaufen zu müssen als befürchtet. Dazu gehört neben dem Ulmer Generika-Hersteller Ratiopharm, für den der Bieterprozess anläuft, auch der Pharma-Großhändler Phoenix. Schätzungen zufolge ist Merckle mit rund acht Mrd. Euro verschuldet. Nach Fehlspekulationen in der Finanzkrise forderten die Banken die Rückführung der Kredite. Adolf Merckle nahm sich Anfang des Jahres das Leben.

6,4 Prozent an HeidelbergCement hatte im Zuge dessen bereits die HypoVereinsbank von Merckle übernommen. Sie nutzte die Platzierung dazu, sich von einem Großteil des Aktienpakets wieder zu trennen. Nach Berechnungen von Reuters sind ihr dabei rund 216 Mio. Euro zugeflossen.

Quelle: ntv.de, wne/rts