Wirtschaft

Jahresstart mit Hindernissen HeidelCement leuchtet rot

Höherer Verlust, schrumpfender Umsatz: HeidelbergCement verzeichnet einen holprigen Start ins Jahr 2010. Dem möglichen Dax-Kandidaten macht vor allem die Bauflaute in Europa und Nordamerika zu schaffen.

Absoluter Spitzenreiter in Deutschland ist dabei der Zementkonzern HeidelbergCement, der sich in dieser Woche rund 2,3 Mrd. Euro beschaffte.

HeidelbergCement punktet in den Schwellenländern.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der lange Winter sowie die Bauflaute in Europa und Nordamerika haben dem Baustoffhersteller HeidelbergCement tiefer in die roten Zahlen getrieben. Im traditionell geschäftsschwachen Auftaktquartal dieses Jahres verdreifachte sich der Verlust nach Steuern und Anteilen Dritter auf 199 Millionen Euro.

Der Umsatz schrumpfte in den Monaten Januar bis März um 7,6 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro. Damit künpfte HeidelbergCement an die schwachen Erlöse des kleineren Wiesbadener Konkurrenten Dyckerhoff sowie der größeren Wettbewerber Lafarge, Cemex und Holcim an.

Erst mit den frühlingshaften Temperaturen im März habe sich die Nachfrage spürbar belebt, teilte HeidelbergCement mit. Mit 15,2 Millionen Tonnen seien im zurückliegenden Quartal dennoch 5,4 Prozent weniger Zement und Klinker abgesetzt worden. Wachstum verzeichne HeidelbergCement derzeit nur in Asien, Afrika und im Mittelmeerraum.

Es wird weiter gespart

In Europa und Nordamerika - die größten Absatzmärkten des Konzerns - erhole sich die Konjunktur dagegen nur zögerlich von der Talfahrt durch die Wirtschaftskrise. Dort erwartet das Unternehmen im ersten Halbjahr 2010 rückläufige Absatzzahlen. Eine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr wagte der Vorstand noch nicht.

"Aufgrund der derzeit in den Industrieländern immer noch schwachen Wirtschaftslage setzen wir unser Kostensparprogramm konsequent fort und halten an unserem Einsparziel von 300 Millionen Euro fest", sagte Konzernchef Bernd Scheifele. Zugleich erweitere HeidelbergCement in den Schwellenländern die Produktionskapazitäten, um dort ab 2012 vom Aufschwung profitieren zu können.

In den Industrieländern hat das Unternehmen hingegen deutlich Personal abgebaut: Binnen Jahresfrist wurden knapp 6100 Stellen gestrichen, HeidelbergCement beschäftigte damit weltweit nur noch rund 52.800 Mitarbeiter.

Quelle: ntv.de, wne/rts

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