Wirtschaft

VW auf den Fersen Hyundai erzielt Rekordgewinn

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HCD-14 Genesis Concept: Sieht so Hyundais Zukunft aus?

(Foto: picture alliance / dpa)

Hyundai liegt derzeit auf Platz fünf der größten Automobilhersteller der Welt. Allerdings ist das noch nicht das Ende, die Zahlen zum abgelaufenen Jahr belegen das. Die Südkoreaner verzeichnen den größten Gewinn der Unternehmensgeschichte - trotz eines schwachen Schlussquartals.

Hyundai Motor
Hyundai Motor 29,80

Trotz eines überraschenden Gewinnrückgangs im Schlussquartal 2012 hat der südkoreanische Autohersteller Hyundai Motor im vergangenen Jahr so viel wie noch nie verdient. Der Überschuss kletterte dank des steigenden Absatzes im Jahresvergleich um 11,7 Prozent auf knapp 9,1 Billionen Won (etwa 6,4 Mrd. Euro). Das berichtete Südkoreas Branchenprimus. Der Umsatz legte um 8,6 Prozent auf 84,5 Billionen Won zu.

Hyundai, das mit Schwesterunternehmen Kia Motors Rang fünf der größten Autobauer belegt, peilt in diesem Jahr einen Absatz von 4,66 Millionen Fahrzeugen an. Gemeinsam mit Kia sollen es 7,41 Millionen werden. 2012 hatte Hyundai allein 4,4 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Zum Vergleich: Der Volkswagen-Konzern konnte 2012 erstmals mehr als 9 Millionen Autos absetzen.

Schlussquartal geht noch besser

Allerdings musste Hyundai im 4. Quartal einen Gewinnrückgang von 5,5 Prozent auf rund 1,9 Billionen Won hinnehmen - mehr als Marktspezialisten in Südkorea erwartet hatten. Der Rückgang wurde vor allem auf den starken Wertzuwachs der Landeswährung zurückgeführt. Der Umsatz stieg um elf Prozent auf 22,7 Billionen Won.

Konzernchef Chung Mong Koo hatte Anfang Januar die Belegschaft auf eine mögliche Verschlechterung der Geschäftsbedingungen vorbereitet. Dies sei die Folge der Schuldenkrise in der Eurozone sowie einer Abschwächung der Weltwirtschaft.

Deutsches Erfolgsdesign

Demgegenüber steht allerdings ein kürzlich gelungener Coup der Südkoreaner. Der Konzern übertrug dem früheren Kreativchef von Audi und VW, Peter Schreyer, die Leitung der Designzentren von Kia Motors und Hyundai Motor. Seit seinem Weggang von VW vor fünf Jahren ist Schreyer bereits Chefdesigner bei Kia.

Von dem Deutschen erwartet Hyundai, dass er die Strategien zur Unterscheidung beider Marken zementiert. Dabei soll jedoch die jeweilige Richtung beider Unternehmen im Bereich Design erhalten bleiben. Erst Ende Dezember war Schreyer bei Kia als erster Ausländer zu einem von drei Firmenpräsidenten befördert worden. Schreyer war früher leitender Designer bei VW wie auch davor bei Audi. Unter anderem war er für die Gestaltung des ersten Audi TT und des Golf iV.

Quelle: ntv.de, bad/dpa