Wirtschaft

Anzapfen des Kapitalmarkts IWF-Skepsis gegenüber Irland

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"Spire of Dublin": Wann kehrt Irland an den Kapitalmarkt zurück?

(Foto: REUTERS)

Im September 2010 kehrt Irland den Kapitalmärkten den Rücken. Die hohen Zinslasten sind der Grund. EU und IWF springen mit Milliardenhilfen ein. 2013 soll damit Schluss sein, dann will Irland zurück an die Anleihemärkte. Der IWF sieht das allerdings noch nicht.

Für den Internationale Währungsfonds (IWF) ist eine vollständige Rückkehr Irlands an die Kapitalmärkte im kommenden Jahr trotz der Erfolge im Kampf gegen die Schuldenkrise noch keine ausgemachte Sache. Dies hänge nicht nur von einer weiteren Umsetzung der Reformen, sondern auch von der Entwicklung in der Eurozone ab, erklärte der für das hoch verschuldete Land zuständige IWF-Vertreter Craig Beaumont. Von europäischer Seite seien daher weitere Maßnahmen nötig, um einer Rückkehr an die Bondmärkte den Weg zu ebnen. Auch wenn die Gefahren für die Erholung der irischen Wirtschaft zuletzt etwas abgenommen hätten.

Unter dem Druck hoher Zinslasten hatte Irland im September 2010 den Kapitelmärkten den Rücken gekehrt und ein Hilfspaket von IWF und EU von 85 Mrd. Euro in Anspruch genommen. Im Laufe dieses Jahres will das Land wieder allmählich an die Märkte zurückkehren, um dann 2013 seinen Finanzierungsbedarf dort wieder ganz zu decken.

Der IWF erwartet für Irland ein BIP-Wachstum von 0,5 Prozent in diesem Jahr, die Regierung in Dublin geht von einem Plus von 1,3 Prozent aus.

Quelle: ntv.de, rts