Wirtschaft

Preise zum Semesterstart stabilIn diesen vier Städten kosten WG-Zimmer deutlich mehr

19.09.2026, 04:52 Uhr
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Ein WG-Zimmer ist teuer und schwer zu finden. (Foto: picture alliance / dpa)

Zum Start des Wintersemesters ermittelt eine Studie die Preise für WG-Zimmer. Während die Durchschnittsmiete deutschlandweit bei 510 Euro stabil bleibt, legen die Kosten in vier Millionenstädten massiv zu. München belegt den Spitzenplatz.

In den deutschen Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln sind die Mieten für Zimmer in kleineren Wohngemeinschaften deutlich teurer geworden. In den vier Städten wurden solche Zimmer vor Beginn des anstehenden Wintersemesters für durchschnittlich 692 Euro angeboten - 23 Euro mehr als noch ein halbes Jahr zuvor. Das geht aus einer Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts hervor.

Deutschlandweit hat sich der durchschnittliche Angebotspreis für Zimmer in WGs mit zwei bis drei Personen demnach kaum verändert. Er lag dem Institut zufolge bei 510 Euro nach 512 Euro vor Beginn des Sommersemesters 2026 im Frühjahr. "Der weitgehend stabile Deutschlandwert verdeckt allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Hochschulstandorten", teilte das Institut mit.

Projektleiter: Miethöhe entscheidet über Studienort

"Für junge Menschen, die zum Studium in eine andere Stadt ziehen, macht es einen erheblichen Unterschied, wo sie studieren", sagte Stefan Brauckmann, Geschäftsführender Direktor des Moses Mendelssohn Instituts, laut Mitteilung. "Ob ein WG-Zimmer 400, 500 oder 650 Euro kostet, kann erheblich darüber mitentscheiden, welcher Studienort überhaupt finanzierbar ist."

Am teuersten sind die WG-Zimmer der Auswertung zufolge in München. Dort kosten 50 Prozent der Wohnungen mehr als 850 Euro im Monat. Dieser sogenannte Median lag in Berlin und Hamburg bei 650 Euro, in Köln bei 640 Euro. Am günstigsten kommen in diesem Vergleich Menschen in Trier sowie den ostdeutschen Städten Jena, Magdeburg, Halle und Chemnitz davon. In Chemnitz lag der Median bei 305 Euro.

Preise beinhalten oft sämtliche Versorgungskosten

Das Moses Mendelssohn Institut untersucht seit 2011 die Wohnungsmärkte für Studierende und Auszubildende. In die aktuelle Analyse wurden alle Hochschulstandorte mit mehr als 5000 Studierenden einbezogen. Ausgewertet wurden öffentlich zugängliche Wohnungsangebote auf der Plattform wg-gesucht.de. Die Stichprobe umfasste fast 3900 Inserate für Wohngemeinschaften mit zwei oder drei Personen.

Nicht berücksichtigt wurden WG-Neugründungen, Tauschangebote, befristete Angebote und Angebote für möblierte WG-Zimmer. Bei den Angebotspreisen handelt es sich in der Regel um Warmmieten, zum Teil sind auch weitere Versorgungskosten integriert.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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