Wirtschaft

Rigoroses Sparregime Irland schnallt Gürtel noch enger

Die Schuldenlast Irlands ist schlimmer als befürchtet. Die grüne Insel muss schnell mit Vorschlägen aufwarten, wie sie diese Last stemmen will. Unbestätigten Angaben zufolge plant die Regierung eine weitere Milliarde Euro einzusparen.

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Das europäische Dilemma: Weniger wäre auch für Irland immer noch nicht mehr. Denn die Neuverschuldung steigt weiter.

(Foto: REUTERS)

Irlands Regierung will zur Bewältigung der Schuldenkrise den Gürtel deutlich enger schnallen als bislang geplant. Die Regierung strebe Einsparungen in Höhe von vier Mrd. Euro an, berichteten zwei irische Tageszeitungen ohne konkrete Quellen zu nennen. Das Finanzministerium war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Finanzminister Brian Lenihan hatte bereits erklärt, die bisher angepeilten drei Mrd. Euro an Einsparungen würden nicht genügen. Die Regierung in Dublin fürchtet, dass die Rettung der angeschlagenen Banken des Landes mehr als 50 Mrd. Euro verschlingen könnte. Im November will sie einen Vier-Jahres-Plan vorstellen, der die neu geschätzten Kosten berücksichtigt. Die

Neuverschuldung Irlands wird dieses Jahr nach offiziellen Angaben auf bis zu 32 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen, zehn Mal so hoch wie nach dem Euro-Stabilitätspakt erlaubt. Die EU-Finanzminister haben das Land bereits zu einem strengen Sparkurs gemahnt.

Quelle: n-tv.de, rts

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