Wirtschaft

Industrieproduktion steigt weiter Japan berappelt sich

Fast sieben Monate nach dem schweren Erdbeben findet sich Japans Industrie auf dem aufsteigenden Ast. Die weiteren Aussichten sind allerdings unter anderem durch die andauernde Stärke des Yen eingetrübt. Die Arbeitslosenquote fällt im August saisonbereinigt von 4,7 auf 4,3 Prozent.

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Produktion im Nissan-Werk in Tochigi.

(Foto: picture alliance / dpa)

Japans Industrieproduktion ist im August im fünften Monat in Folge gestiegen. Wie die Regierung in Tokio bekanntgab, erhöhte sich der Ausstoß im Vergleich zum vorangegangenen Monat um 0,8 Prozent. Damit habe sich die Produktionsleistung des Landes von den Folgen der Natur- und Atomkatastrophe vom 11. März "fast erholt". Allerdings sind die weiteren Aussichten durch die andauernde Stärke des Yen und der schwächelnden Weltwirtschaft eingetrübt, hieß es.

Japans Produktion war nach Beginn der Katastrophe im Nordosten des Landes massiv eingebrochen. Die Folge waren Zulieferengpässe, die vor allem Autokonzerne und Hochtechnologiekonzerne zu spüren bekamen. Die Industrie erwarte einen für September einen Produktionsrückgang um 2,5 Prozent, gefolgt von einem Anstieg um 3,8 Prozent, hieß es.

Die japanische Arbeitslosenquote ist im August saisonbereinigt auf 4,3 Prozent gefallen, nachdem sie im Vormonat bei 4,7 Prozent gelegen hatte. Ökonomen hatten mit einer unveränderten Quote von 4,7 Prozent gerechnet. Das Innenministerium erklärte, der Rückgang der Quote deute nicht auf eine bessere Arbeitsmarktlage hin, vielmehr hätten viele Personen die Arbeitssuche aufgegeben. Wie die Statistikbehörde der Regierung am Freitag mitteilte, fiel die Zahl der Erwerbstätigen um 0,3 Prozent beziehungsweise 160.000 auf 59,43 Millionen.

Teurere Lebenshaltung

Die Lebenshaltungskosten der japanischen Verbraucher lagen im August in der Kernberechnung über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Laut Statistikbüro der Regierung stiegen sie auf Jahressicht um 0,2 Prozent und waren damit zum zweiten Mal in Folge höher als vor Jahresfrist. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,1 Prozent prognostiziert.

Die Bank of Japan (BoJ) achtet für die Bestimmung ihrer Geldpolitik besonders auf die Kernrate. Der Gesamtindex der Verbraucherpreise in Japan stieg im August auf Jahressicht ebenfalls um 0,2 Prozent.

Quelle: n-tv.de, rts/dpa/DJ