Wirtschaft

Gas-Leitung quer durch Afghanistan Karsai unterstützt Röhrenprojekt

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Die Teilnehmer des TAPI-Treffens von Aschgabat (v.l.n.r.): Indiens Ölminister Murli Deora, Pakistans Präsident Asif Ali Zardari, der Präsident Turkmenistans, Gastgeber Gurbanguly Berdimuhamedow und sein afghanischer Amtskollege Hamid Karsai.

Mit einem ehrgeizigen Vorhaben will das erdgasreiche Turkmenistan seine Anbindung an die Weltmärkte ausbauen. Eine rund 1700 Kilometer lange Röhre soll die Fördergebiete im Kaspischen Meer mit der indischen Volkswirtschaft verbinden. Die Route der geplanten Pipeline führt durch schwieriges Terrain - und um den Iran herum.

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"Wir werden alle nur möglichen Sicherheitsvorkehrungen treffen": Präsident Hamid Karsai.

(Foto: REUTERS)

Afghanistan und Pakistan haben dem Bau einer neuer Mega-Pipeline zugestimmt, die die regionale Wirtschaft mit Gas aus Turkmenistan versorgen soll. Die geplante Pipeline TAPI soll 1735 Kilometer lang sein und umgerechnet rund 3 Mrd. US-Dollar kosten. Der geplante Startpunkt liegt in Turkmenistan, einem Land mit hohen Gas-Vorkommen. Die Pipeline soll bis nach Indien reichen.

Der bislang geplante Streckenverlauf führt auch durch den Süden Afghanistans, der bislang Kriegsgebiet ist. "Wir werden alle nur möglichen Sicherheitsvorkehrungen während und auch nach dem Bau treffen", sagte Afghanistans Regierungschef Hamid Karsai.

Viele Details des Projekts, das von den USA unterstützt wird, sind noch unklar. Auch die Kosten könnten deutlich über den bislang genannten 3 Mrd. Dollar liegen. Unter Fachleuten gilt das Vorhaben als technisch anspruchsvoll, politisch sehr heikel und insgesamt hochriskant. Den tatsächlich zu erwartenden Finanzierungsbedarf schätzen manche Experten auf bis zu 10 Mrd. Dollar.

Quelle: ntv.de, mmo/rts