Wirtschaft

Keine Vorträge mehr Klopp distanziert sich von Ergo

Dortmunds Trainer Klopp lässt Werbevertrag mit Ergo nach der Lustreise ruhen. "Wir verlangen eine lückenlose Aufklärung", sagt sein Berater.

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Jürgen Klopp.

(Foto: dpa)

Wegen der Sex-Party für Versicherungsvertreter in Budapest lässt der Trainer des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund, Jürgen Klopp, seinen Werbevertrag mit der Ergo ruhen. "Was man von dieser Reise liest, kann man nur aufs Schärfste verurteilen", sagte Klopps Berater, Marc Kosicke, dem "Handelsblatt". "Wir verlangen eine lückenlose Aufklärung. Solange nicht klar ist, ob heute noch Teilnehmer der Reise für die Hamburg Mannheimer aktiv sind, wird Herr Klopp keine Vorträge mehr für das Unternehmen halten."

Klopp ist dem Bericht zufolge seit Juli 2010 offizieller Botschafter der Hamburg Mannheimer (HMI), eines Vertriebsarms der Ergo Lebensversicherung AG, die wiederum zur Ergo-Versicherungsgruppe gehört. Der Trainer hält demnach vor Nachwuchskräften und Führungskräften Motivationsseminare zum Thema Führung.

Die mittlerweile im Ergo-Konzern aufgegangene Versicherung HMI hatte für ihre besten 100 Vertreter 2007 eine Sex-Party in der historischen Gellert-Therme in Budapest organisiert. Bei der Veranstaltung waren nach Angaben von Ergo etwa 20 Prostituierte dabei. Die Versicherungsgruppe erwägt deshalb eine Strafanzeige gegen die damals Verantwortlichen.

Unterdessen stornierte die Ergo-Versicherungsgruppe angesichts der Sex-Affäre eine für kommendes Wochenende geplante Belohnungs-Reise von Top-Verkäufern nach Monaco. "Eine solche Reise passt aktuell nicht ins Umfeld", sagte ein Unternehmenssprecher. Die Vertriebsleute wollten in Monaco das Formel-1-Rennen anschauen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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