Wirtschaft

Radikale Umstrukturierung Kodak verlässt Gläubigerschutz

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(Foto: picture alliance / dpa)

Eastman Kodak lebt weiter - aber in völlig veränderter Form. Das US-Unternehmen geht als "Technologieunternehmen" aus dem Insolvenzverfahren. Vom personalisierten Fotogeschäft trennt man sich. Kodak hatte die Umstellung auf Digitalfotografie verschlafen und deshalb massive Probleme bekommen.

Eastman Kodak
Eastman Kodak 2,20

Eastman Kodak kann neu durchstarten: Das traditionsreiche US-Unternehmen ist aus der Insolvenz entlassen worden. Kodak habe die letzten Schritte seiner Umstrukturierung entsprechend des US-Insolvenzrechts abgeschlossen, erklärte der Chef des Foto- und Kamerapioniers, Antonio Perez.

Seinen Angaben zufolge ist Kodak als "Technologieunternehmen" aus dem Verfahren herausgegangen. Damit beendet das Unternehmen ein 20-monatiges Insolvenzverfahren.

Kodak hatte im Januar 2012 nach mehr als 130 Jahren Firmengeschichte Konkurs angemeldet. Das Unternehmen hatte den Siegeszug der Digitalfotografie verpasst und schrieb seit Jahren rote Zahlen. Ein New Yorker Gericht hatte am 20. August den Umstrukturierungsplan des insolventen Unternehmens gebilligt, damals erklärte Kodak aber, dass die letzten Schritte noch nicht abgeschlossen seien.

Kodak trennte sich unter anderem von seinem personalisierten Fotogeschäft sowie dem Geschäft mit Scannern und Unternehmenssoftware. Diese Felder gingen an seinen größten Gläubiger, den britischen Pensionsfonds KPP.

Quelle: n-tv.de, AFP

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