Wirtschaft

Großaufträge für Apple-Zulieferer Manz im Glück

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Das Volumen der neuen Aufträge belaufe sich auf insgesamt rund 50 Millionen Euro, teilte Manz mit.

(Foto: Manz Automation AG)

Nach deutlichen Verlusten erlebt die Aktie des Apple-Zulieferers Manz aus Reutlingen eine Wiedergeburt. Mit Großaufträgen im zweistelligen Millionenbereich lockt der Maschinenbauer wieder Anleger an. Den Erfolg bringt ein noch junger Geschäftsbereich.

Der Apple-Zulieferer Manz sieht nach dem Erhalt mehrerer Großaufträge in seiner Batterie-Sparte großes Wachstumspotenzial für den noch jungen Geschäftsbereich. Das Volumen der Bestellungen belaufe sich auf insgesamt rund 50 Millionen Euro, teilte der Spezialmaschinenbauer mit. In Umsatz und Gewinn werde sich das Geschäft zum Teil noch in diesem Jahr sowie im ersten Halbjahr 2016 niederschlagen.

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"Mit diesen Aufträgen und dem, was wir noch in Aussicht haben, bin ich für die weitere Entwicklung des Unternehmens optimistisch gestimmt", sagte Firmenchef Dieter Manz. Die im TecDax notierten Aktien schossen bereits zur Eröffnung um 9,4 Prozent in die Höhe und konnten in der Spitze fast 14 Prozent zulegen. Mit 74,51 Euro lag das Papier aber immer noch deutlich unter dem Jahreshoch von 96,12 Euro.

Produktionsanlagen für Lithium-Ionen-Batterien bestellt

Das Batterie-Geschäft des Reutlinger Unternehmens befindet sich gerade im Aufbau. 2014 hatte Manz in der Sparte lediglich 25 Millionen Euro von insgesamt 306 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Anfang des Jahres kamen aber bereits Aufträge im Volumen von 40 Millionen Euro hinzu. Im Rahmen der nun erhaltenen Order baut Manz Produktionsanlagen für Lithium-Ionen-Batterien für elektronische Geräte. "Ich bin davon überzeugt, dass wir mittelfristig in diesem Bereich noch einiges erwarten dürfen", sagte Firmengründer Manz.

Das 1987 gegründete Unternehmen hatte erst vor wenigen Wochen wegen einer Auftragsstornierung in der Elektronik-Sparte seine Jahresziele eingedampft und erwartet für 2015 nun erneut einen Verlust. Ursprünglich hatte Manz mit einem "deutlich positiven" Ergebnis vor Steuern und Zinsen gerechnet. 2014 war die Firma wegen Abschreibungen im Solargeschäft in die roten Zahlen gerutscht.

Quelle: n-tv.de, kst/rts

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