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Aktie verliert nachbörslich Mulally gibt Microsoft einen Korb

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Alan Mulally

(Foto: AP)

Die Suche nach einem Nachfolge für Steve Ballmer erweist sich für Microsoft schwieriger als erwartet. Ford-Boss Mulally will lieber beim Autobauer bleiben und sagt ab. Eigentlich sollte die Entscheidung über den neuen Vorstandschef in diesen Tagen fallen.

Der Softwarekonzern Microsoft kann bei der Suche nach einem Nachfolger für Firmenchef Steve Ballmer nicht auf Ford-Chef Alan Mulally setzen. Ein Ford-Sprecher sagte, Mulally habe sich eindeutig zu dem Autobauer bekannt. Mulally selbst sagte der Agentur Associated Press, er wolle mit seinem Bekenntnis zu Ford die Spekulationen um seine Person beenden. Informierten Kreisen zufolge umfasst Microsofts Kandidaten-Liste nun noch "rund eine Handvoll" Personen, darunter eine oder mehrere, die nicht aus der Tech-Branche kommen. Zudem sind Ex-Nokia-Chef Stephen Elop sowie die hauseigenen Kandidaten Satya Nadella und Tony Bates bei dem Software- und Technolgiekonzern im Gespräch.

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Microsoft-Aktien verloren im nachbörslichen Handel 1,1 Prozent, Ford-Papiere stiegen um 1,3 Prozent an.

Microsoft hatte Mitte Dezember erklärt, die Nachfolge-Suche werde Anfang 2014 wohl beendet sein. Ballmer hatte im August seinen Rückzug binnen zwölf Monaten angekündigt. Gesucht wird seitdem ein Experte für den Umbau von Konzernen. Microsoft ist zwar immer noch hochprofitabel - allein im Sommer-Quartal fiel ein Gewinn von 5,2 Milliarden Dollar und einen Rekordumsatz von 18,5 Milliarden Dollar an. Doch durch die Smartphone- und Tablet-Revolution schwindet Microsofts Vormachtstellung.

Kritiker werfen Ballmer vor, in seinen 13 Jahren an der Spitze den Wandel zu mobilen Geräten zu spät erkannt zu haben. Im Juli hatte er allerdings eine Neuausrichtung ausgerufen. Sie soll den Konzern unabhängiger vom weltweit schwächelnden PC-Geschäft machen. Microsoft will vielmehr Marktführer für mobile Geräte und die rentableren IT-Dienstleistungen werden. Ein erster Schritt dazu sollte die Übernahme der Handy-Sparte von Nokia sein.

Mulally genießt mehr Interesse als der neue Ford Mustang

Mulally hatte bislang nicht zu erkennen geben, dass er nicht an dem Top-Job bei Microsoft interessiert sein könnte. Die Spekulation über seinen Wechsel dorthin hatte in den Medien zuletzt die Ford-internen Nachrichten überlagert, etwa die Vorstellung des neuen Ford Mustang. Das hatte Insidern zufolge für Unmut im Ford-Verwaltungsrat gesorgt.

Einigen Investoren bei Microsoft wäre ein renommierter Quereinsteiger wie Mulally gerade recht gekommen. Denn die angekündigte Umstrukturierung konnte manche Aktionäre bislang nicht überzeugen. Unter Investoren waren daher Forderungen laut geworden, den einflussreichen Konzerngründer Bill Gates und Ballmer nicht mehr in den Verwaltungsrat zu wählen. Sie fürchten Insidern zufolge, dass vor allem Gates stärkeren Veränderungen kritisch gegenüberstehen und die Macht des neuen Chefs einschränken könnten.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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