Wirtschaft

Finanzinvestoren winken ab NSN-Zustand zu desolat

Siemens und sein finnischer Partner Nokia stoßen einem Zeitungsbericht zufolge bei Finanzinvestoren auf kein Interesse an der Gemeinschaftstochter Nokia Siemens Networks (NSN).

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Nokia und Siemens haben sich bei NSN vertraglich bis 2013 gebunden.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Es sei schwer vorstellbar, dass NSN in seinem derzeitigen Zustand einen Käufer finde, zitierte die "Financial Times Deutschland" einen ungenannten Private-Equity-Manager. Siemens, Nokia und NSN wollten sich dazu nicht äußern.

Siemens hadert seit längerem mit der verlustreiche NSN. Nach der jüngsten Abschreibung von gut 900 Mio. Euro auf Nokias Hälfte seien nun beide Partner zu einer Trennung bereit, zitierte das Blatt Unternehmenskreise.

Siemens-Finanzchef Joe Kaeser hatte zuletzt angekündigt, sein Haus werde die Probleme bei der verlustreichen NSN "aktiv angehen". Zuvor hatte er betont, der Konzern betrachte seinen Anteil an NSN nicht mehr als strategisch. Nokia und Siemens haben sich bei NSN vertraglich bis 2013 gebunden. Analysten geben NSN als eigenständigem Unternehmen im globalen Preiskampf im Markt für Telefonnetze aber kaum eine langfristige Chance. Sie rechnen weithin mit einer noch stärkeren Konsolidierung in der Branche.

NSN hatte zuletzt bei der Auktion des nordamerikanischen Mobilfunkgeschäfts der insolventen Nortel einen herben Rückschlag erlitten. Das Unternehmen musste die Sparte in einer Auktion wegen mangelnder finanzieller Unterstützung der beiden Eigentümer dem schwedischen Rivalen Ericsson überlassen. NSN-Chef Simon Beresford-Wyile trat wenig später zurück.

Quelle: ntv.de, wne/rts

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