Wirtschaft

Hortensien- und Käsestreit Norweger machen Ärger

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Blühende Freilandhortensie

(Foto: picture alliance / dpa)

Es gibt Verstimmungen zwischen Norwegen und der EU. Das nordeuropäische Land hebt Zölle auf Hortensien auf mehr als 70 Prozent an. Bei einigen Käsesorten will Norwegen noch stärker zuschlagen.

Die EU und Norwegen steuern auf einen Handelsstreit zu. Völlig überraschend hat das Königreich die Zölle auf Hortensien aus der EU von null auf 72 Prozent angehoben. Bei bestimmten Käsesorten drohen Erhöhungen von rund 250 Prozent.

Vor allem Dänemark, Deutschland und die Niederlande sind betroffen. Brüssel zeigt sich alarmiert. "Eine Änderung der Zolltarife ist unvereinbar mit bestehenden Vereinbarungen", zitiert das "Handelsblatt" aus einem Brief der EU-Kommission an das norwegische Landwirtschaftsministerium.

Der Handelsausschuss des Europäischen Parlaments will den norwegischen EU-Botschafter vorladen. "Oslo muss die Maßnahmen in jedem Fall rückgängig machen", fordert Daniel Caspary, Handelsexperte der CDU/CSU-Fraktion im EU-Parlament. Norwegen gehört zu den wichtigsten Handelspartnern der Gemeinschaft.

Die Regierung in Oslo weist den Vorwurf des Protektionismus zurück. Im Falle der Hortensien handele es sich nicht um eine politische Maßnahme, sondern um eine Korrektur der falschen Umsetzung von Verabredungen aus dem Jahr 2003, verteidigte EU-Botschafter Atle Leikvoll die Linie seines Landes bei informellen Gesprächen in Brüssel. Norwegen habe in der Handelspolitik mit der EU immer wieder Konzessionen gemacht und gerate allmählich ins Hintertreffen.

Quelle: ntv.de, DJ

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