Wirtschaft

Starker Halbjahresgewinn RTL Group sattelt was drauf

Werbekrise adé: Europas größter Unterhaltungskonzern verdient vor Steuern im ersten Halbjahr so viel wie noch nie. Vor diesem Hintergrund werden jetzt auch für das Gesamtjahr deutlich bessere Ergebnisse erwartet.

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Die RTL Group wird von Geschäftsführer Gerhard Zeiler auf Profit getrimmt.

Die RTL Group hat im ersten Halbjahr schwarze Zahlen geschrieben und zeigt sich damit auch optimistischer für das Gesamtjahr als bisher. Das Ergebnis 2010 werde deutlich höher ausfallen, teilte die RTL Group SA mit. Die Luxemburger Gruppe unterstreicht damit den wachsenden Optimismus in den TV- und Werbemärkten.

Im Mai hatte RTL, die mehrheitlich im Besitz der Gütersloher Bertelsmann AG ist, zwar eine Gewinnsteigerung für das laufende Gesamtjahr in Aussicht gestellt, blieb damals aber insgesamt noch vorsichtig. Das Vorweihnachtsgeschäft im vierten Quartal sei allerdings schwer abzuschätzen, sagte CEO Gerhard Zeiler.

Den Erfolg schreibt Zeiler vor allem drei Faktoren zu: In Westeuropa seien die Werbemäkre stärker zurück, "als wir das ehrlicherweise erwartet haben", so Zeiler gegenüber n-tv. Außerdem wirkten die Kostensenkungsmaßnahmen, die 2009 eingeleitet wurden, auch 2010 nach. In Deutschland seien darüber hinaus die Zuschauermarktanteile auf einem Höhepunkt.

Um sich für die Zukunft besser zu positionieren plant RTL weitere Investitionen, sowohl in die Online-Performance als auch in neue mobile Services. In dem "einen oder anderen Land"  werde RTL auch in Pay TV Channels investieren, so Zeiler. "Wir investieren auch in unsere Produktionsgruppe Fremantle Media".

Zurück in den schwarzen Zahlen

Die RTL Group erzielte in den sechs Monaten per Ende Juni ein Nettoergebnis von 257 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 105 Mio. Euro verbucht. Damals hatten noch Wertberichtigungen auf das Geschäft in Griechenland und Großbritannien von 234 Mio. Euro zu Buche geschlagen.

Bereinigt um den Verkauf des britischen Fernsehsenders Channel Five, den RTL Ende Juli an den Medienunternehmer Richard Desmond für 126 Mio. Euro verkauft hat, erzielten die Luxemburger im ersten Halbjahr Umsätze von 2,66 Mrd. Euro (+7,5 Prozent). Das Ebita kletterte auch dank Kostensenkungsmaßnahmen um 46,3 Prozent auf 537 Mio. Euro. Damit hat Europas größter Unterhaltungskonzern im ersten Halbjahr so viel verdient wie noch nie.

Quelle: ntv.de, DJ/rts

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