Wirtschaft

Arbeiter wieder mal zuhause Saab dümpelt weiter

Beim schwedischen Autobauer Saab können die Arbeiter sich wieder einmal - unfreiwillig - ihren persönlichen Dingen widmen. Wegen fehlender Teile steht die Produktion erneut still. Das Unternehmen wartet nun auf die zugesagte Finanzspritze des chinesischen Investors Pa Dang.

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Wieder einmal herrscht im Werk Trollhättan Ruhe.

(Foto: REUTERS)

Nach nur zehn Tagen Produktion stehen die Bänder beim angeschlagenen schwedischen Autobauer Saab bereits wieder still. Grund seien fehlende Teile, sagte eine Unternehmenssprecherin in Trollhättan. Das Unternehmen produziere "just in time", deshalb habe es keine Teile auf Lager. Fehlten auch nur ein oder zwei Teile, dann könne dies den gesamten Produktionsprozess aufhalten.

Nun werde "von Tag zu Tag" entschieden, wann die Produktion wieder aufgenommen werde. Ein schwedischer Radiosender meldete, die Arbeiter seien für den Rest der Woche nach Hause geschickt worden. Saab beschäftigt rund 3800 Menschen.

Saab hatte die Produktion erst Ende Mai nach einer siebenwöchigen Pause wieder aufgenommen. Dem Autobauer war der chinesische Investor Pang Da zur Hilfe gekommen. Der Auto-Großhändler kaufte Saab für rund 30 Millionen Euro 1300 fertige Autos ab und bestellte Anfang Juni weitere 630 Fahrzeuge für 15 Millionen Euro.

Folgen soll eine Finanzspritze von 65 Millionen Euro, für die Pang Da im Gegenzug 24 Prozent an das niederländische Mutterunternehmen Spyker übernimmt. Saab hat nach Angaben von Zulieferern Schulden von insgesamt rund 100 Millionen Euro bei ihnen.

Die ehemalige General-Motors-Tochter Saab schreibt seit 20 Jahren rote Zahlen. Im vergangenen Jahr kaufte Spyker die Traditionsfirma für 400 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de, AFP

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03.06.09