Wirtschaft

"Einfallslos und unnötig" Siemens baut Stellen ab

Der Elektrokonzern Siemens verschärft seinen Sparkurs und streicht in Deutschland knapp 2000 Arbeitsplätze. Betroffen sind vor allem Standorte in Erlangen und Bad Neustadt an der Saale. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Ausschließen will sie Siemens allerdings nicht.

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Harter Schlag für Neustadt an der Saale: Siemens-Chef Peter Löscher.

(Foto: REUTERS)

Der Technologiekonzern Siemens streicht rund 2000 Stellen in Deutschland. Im Bereich Antriebstechnik werden 840 Arbeitsplätze in Bad Neustadt an der Saale und 300 in Erlangen abgebaut, wie Siemens mitteilte.

Im Industrieanlagenbau fielen 850 Stellen an mehreren Standorten weg. Zur Begründung verwies der Konzern auf einen Technologiewechsel bei Niederspannungsmotoren und Absatzeinbrüche. Der Konzern wolle die Stellenstreichungen möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen umsetzen, hieß es.

Die IG Metall protestierte umgehend. "Angesichts des Rekordergebnisses im ersten Quartal 2010 ist es einfallslos und unnötig, mit wenig stichhaltigen Argumenten die Abwicklung ganzer Geschäftsbereiche mit insgesamt rund 2.000 Beschäftigten in Deutschland zu planen", teilte die Gewerkschaft mit.

Siemens hatte am Dienstag auf seiner Jahreshauptversammlung trotz steigender Gewinne einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Bereits 2008 hatte Siemens von einem Abbau von weltweit fast 17.000 Stellen bis zu diesem Jahr gesprochen. Siemens beschäftigt weltweit 402.000 Mitarbeiter.

Quelle: ntv.de, AFP/rts

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