Wirtschaft
Gegen die Konkurrenz aus Fernost kann auch das Strahlen von Larry Hagman nichts ausrichten.
Gegen die Konkurrenz aus Fernost kann auch das Strahlen von Larry Hagman nichts ausrichten.(Foto: SolarWorld AG)
Donnerstag, 23. Februar 2012

Spuren des Preiskampfes: Solarworld rutscht in die Miesen

Noch sind die deutlichen Förderkürzungen für die Solarbranche Zukunftsmusik, da rutscht eines der hiesigen Vorzeigeunternehmen in die roten Zahlen. Solarworld spürt den harten Wettbewerb von Anbietern aus Asien und muss zudem noch hohe Abschreibungen verkraften. Nun wird die Dividende halbiert.

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Der Preiskampf in der Solarbranche und hohe Abschreibungen haben den Hersteller Solarworld 2011 in die roten Zahlen gedrückt. Vor Zinsen und Steuern schrieb das Unternehmen 233 Mio. Euro Verlust nach einem Gewinn (Ebit) von 193 Mio. Euro ein Jahr zuvor.

Solarworld nannte zur Begründung die weltweiten Überkapazitäten und Abschreibungen auf veraltete Produktionsanlagen und das Umlaufvermögen. Ohne diese Wertberichtigungen verbuchte Solarworld einen kleinen operativen Gewinn von 24 Mio. Euro - ein Jahr zuvor waren es noch 193 Mio. Euro gewesen. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 1,066 Milliarden Euro zurück.

Die Dividende soll nun von 19 Cent auf 9 Cent verringert werden. Die Solarworld-Aktie, die mit einem Abschlag von 7,3 Prozent aus dem Xetra-Handel gegangen war, gab nach Veröffentlichung der Zahlen im Späthandel weiter nach. Das Papier zählte wegen neuerlicher Kürzungen der Solarförderung in Deutschland zuvor bereits zu den größten Verlierern des Tages im TecDax.

Quelle: n-tv.de