Wirtschaft

Kein E-"Loser" mehr Tesla befreit sich vom Staat

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Tesla Roadster: Elektroautos made in USA.

(Foto: REUTERS)

Frisches Geld durch eine gelungene Kapitalerhöhung, dazu das Erreichen der Gewinnschwelle: Tesla fährt derzeit auf der Erfolgsspur - und das auch ohne den Staat. Der Elektroauto-Pionier zahlt Millionenhilfen zurück und hilft so auch Präsident Obama.

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Elektroautos verkaufen sich bislang nur schleppend. Einer der wenigen erfolgreichen Hersteller ist Tesla aus den USA. Nach guten Verkäufen seines Elektroautos Model S hat der US-Hersteller Tesla seine Schulden beim Staat beglichen. Der Kredit über rund eine halbe Milliarde Dollar sei in voller Höhe und neun Jahre früher als nötig zurückgezahlt worden, teilte Tesla mit. Das Unternehmen kooperiert mit dem Daimler-Konzern, der auch Anteilseigner ist, und konkurriert etwa mit den mit den Herstellern Coda und Fisker.

Tesla hatte - ähnlich wie Konkurrenten - insgesamt 465 Mio. Dollar (361 Mio. Euro) für die Entwicklung umweltfreundlicher Autos vom US-Energieministerium bekommen. Seit 2012 wurden erste Raten zurückgezahlt. Nun wird mit der Überweisung von rund 451,8 Mio. Dollar der gesamte restliche Kredit samt fälliger Zinsen getilgt.

Gegen das "Loser"-Image

Hinter Tesla steht der umtriebige amerikanische Unternehmer Elon Musk. Er hatte den Hersteller 2003 zusammen mit anderen Investoren gegründet und später an die Börse gebracht. Tesla hatte sich erst vergangene Woche rund 1 Mrd. Dollar an frischem Kapital über die Ausgabe neuer Aktien und Anleihen beschafft. Damit wird auch der Staatskredit beglichen.

Das Staatsgeld hatte Tesla in den vergangenen Jahren durch die zeitweise hohen Verluste geholfen - aber zugleich auch in die Schusslinie erbitterter politischer Debatten um die Energiepolitik von Präsident Barack Obama gebracht. So hatte der republikanische Herausforderer Mitt Romney im Wahlkampf Tesla zu den "Losern" gezählt, bei denen Staatsgeld versande. Tesla hatte den Kredit 2007 beantragt und 2010 bekommen. Er lief bis Ende 2022.

Tesla hatte jüngst den ersten Quartalsgewinn in der zehnjährigen Firmengeschichte geschafft. Grundlage dafür waren besser als erwartet ausgefallene Verkäufe der luxuriösen Elektro-Limousine Model S. Weitere Modelle auch für den Massenmarkt sind in Planung.

Durch die Aussicht auf künftige Verkaufserfolge hat sich der Wert der Aktie seit Jahresbeginn beinahe verdreifacht. Derzeit notieren die Titel bei etwa 88 Dollar. Am Donnerstag legten sie rund 1 Prozent zu.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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