Wirtschaft

Fukushima wirkt nach Tepco bleibt tiefrot

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Tepco steht vor der Verstaatlichung.

(Foto: REUTERS)

Fukushima-Betreiber Tepco macht im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Milliardenverlust. Auch für das laufende Jahr sind rote Zahlen eingeplant. Der japanische Staat will den Konzern durch eine milliardenschwere Finanzspritze de facto verstaatlichen.

Der Betreiber des havarierten japanischen  Atomkraftwerks Fukushima, der Energiekonzern Tepco, schreibt weiter tiefrote Zahlen. Im Geschäftsjahr 2011/2012, das im März zu Ende  ging, fuhr Tepco unter dem Strich einen Verlust von 781,6 Milliarden Yen (fast 7,5 Milliarden Euro) ein. Der Konzern muss die Opfer der Atomkatastrophe entschädigen und verzeichnet weitere Verluste durch geringeren  Stromabsatz.

Für das am 1. April begonnene Geschäftsjahr 2012/2013 rechnet  Tepco mit einem weiteren Verlust von umgerechnet rund einer Milliarde Euro. Der Staat will das Unternehmen durch eine milliardenschwere Finanzspritze de facto verstaatlichen. Der Rettungsplan sieht im Gegenzug Einsparungen von 33 Milliarden Euro  über zehn Jahre vor.

Das Akw Fukushima war beim Erdbeben vom 11. März 2011 und dem anschließenden Tsunami beschädigt worden. Da in den folgenden  Wochen große Mengen Radioaktivität freigesetzt wurden, mussten insgesamt 80.000 Menschen die Gegend um das Kraftwerk verlassen. 

Tepco hatte durch die Atomkatastrophe schon 2010/2011 einen massiven Verlust von umgerechnet rund elf Milliarden Euro eingefahren.

Quelle: n-tv.de, AFP

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23.04.09