Wirtschaft

"Bis spätestens 2025" VW will Weltmarktführer bei E-Autos werden

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Mit dem ID.3 startet VW seine Elektroauto-Offensive.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Lange sieht es so aus, als würde VW beim Wandel hin zur E-Mobilität ins Hintertreffen geraten. Doch der Absatz von Batteriefahrzeugen steigt in den vergangenen Jahren stark. Die Wolfsburger haben ein großes Ziel vor Augen: Mit Milliardeninvestitionen wollen sie schon in vier Jahren den Weltmarkt dominieren.

Im Rennen mit dem US-Elektropionier Tesla will Volkswagen im laufenden Jahr eine Million Elektroautos weltweit ausliefern und den Markt in vier Jahren anführen. "Bis spätestens 2025 will der Konzern Weltmarktführer für E-Mobilität werden", teilte Volkswagen anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts 2020 mit. Dafür will der Autobauer in den nächsten fünf Jahren 46 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren. Inklusive Hybriden hatte Volkswagen im vergangenen Jahr insgesamt 422.000 batterieelektrische Fahrzeuge verkauft, wie der Konzern mitteilte. Darunter waren 230.000 reine Elektroautos - dreimal mehr als noch 2019.

Konzernchef Herbert Diess erwartete, dass 2030 "die Hälfte der Fahrzeuge, die wir weltweit verkaufen, batterieelektrisch angetrieben sein wird. In Europa rechnen wir mit rund 60 Prozent." Um das zu erreichen und gleichzeitig die Fixkosten zu senken, setzt Volkswagen auf seine Plattformstrategie und will die Produktion weiter standardisieren. "Künftig sollen Fahrzeuge und Services aller Konzernmarken auf weitgehend einheitlichen technischen Grundlagen aufbauen", erklärte der Wolfsburger Autobauer, der am Vortag den Aufbau von insgesamt sechs Batteriezellfabriken in Europa - alleine oder mit Partnern - angekündigt hatte.

Bis 2022 sollen insgesamt 27 Modelle eingeführt werden, die wie der ID.3 auf dem standardisierten Elektrobaukasten MEB basieren. Im kommenden Jahr soll dieser durch die Premium-Plattform PPE ergänzt werden. Ab "Mitte des Jahrzehnts" will Volkswagen dann den Angaben zufolge Modelle aller Marken und Klassen in eine neue Plattform-Generation aufnehmen.

Auch BMW setzt vermehrt auf E-Mobilität. Kurz vor der Jahrespressekonferenz am morgigen Mittwoch wurde bekannt, dass ab 2030 jeder zweite weltweit verkaufte BMW vollelektrisch sein soll. Vorstandschef Oliver Zipse will den CO2-Ausstoß aber nicht nur auf der Straße, sondern über die gesamte Kette von den Rohstoffen über die Fabrik bis zum Recycling in den kommenden zehn Jahren um ein Drittel senken und "die grünsten Fahrzeuge" bauen. Was das für Kunden, Zulieferer, Mitarbeiter und Aktionäre des Konzerns bedeutet, könnte Zipse bei der Vorlage der Jahresbilanz erklären.

Quelle: ntv.de, jhe/dpa/AFP

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