Wirtschaft

Suizide bei France Télécom Vize-Chef entlassen

Nach einer Serie von Selbstmorden hat die Nummer zwei des französischen Telefonkonzerns France Télécom seinen Posten räumen müssen. Der für das Frankreich-Geschäft zuständige stellvertretende Generaldirektor Louis-Pierre Wenes wird ab sofort durch Stéphane Richard ersetzt.

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Louis-Pierre Wenes wird von den Arbeitnehmervertretern als Hauptverantwortlicher für das verschlechterte Klima im Konzern gesehen.

(Foto: REUTERS)

Richard ist der designierte Nachfolger von Konzernchef Didier Lombard, den er 2011 ablöst. Die France-Télécom-Führung steht unter Druck, nachdem sich im Konzern in den vergangenen 19 Monaten 24 Mitarbeiter das Leben genommen haben.

Gewerkschaften machen für die Welle von Selbstmorden den rasanten Umbau der Firma verantwortlich, der zahlreiche Versetzungen von Beschäftigten nach sich zieht. Wenes, der sich einen Namen als "Kostenkiller" gemacht hat, wird von den Arbeitnehmervertretern als Hauptverantwortlicher für das verschlechterte Klima im Konzern gesehen. Noch vor zwei Wochen hatte er den Gewerkschaften vorgeworfen, die Suizid-Serie in den Medien für ihre Zwecke auszunutzen. "Man lässt die Toten sprechen", sagte er dem Magazin "Nouvel Observateur". Tatsächlich liegt die Selbstmordrate innerhalb des Unternehmens nur unwesentlich über der landesweiten Zahl.

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Die Selbstmordrate innerhalb des Unternehmens liegt nur unwesentlich über der landesweiten Zahl.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Es handele sich um eine "monströse Manipulation". Wenes' Nachfolger Richard war im Mai zum Nachfolger von Konzernchef Didier Lombard bestimmt worden. Er war Büroleiter von Wirtschaftsministerin Christine Lagarde. France Télécom als drittgrößter europäischer Telekommunikationsanbieter wird noch zu knapp 27 Prozent vom Staat gehalten.

Quelle: n-tv.de, AFP

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22.07.09