Wirtschaft

Nike & Co zu Billigpreisen Woolworth gibt alles

Die insolvente Kaufhauskette Woolworth will ihren Kunden künftig auch Marken-Sportartikel zu Billigpreisen verkaufen. Woolworth wolle auf eigens eingerichteten Flächen unter anderem Sportschuhe von Markenherstellern wie Nike, Puma, Adidas oder Reebok verkaufen, diese jedoch zwischen 40 und 60 Prozent günstiger anbieten als der übrige Handel, teilte Insolvenzverwalter Ottmar Hermann mit.

Schuhe und Zubehör würden knapp 40 Prozent des neuen Sportsortiments ausmachen, die übrigen 60 Prozent entfielen auf  Sport-Kleidung. Dies sei Teil des Sanierungsplans für Woolworth.

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Superschnäppchen bei Woolworth sollen in der Krise helfen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

In den kommenden Wochen wolle Woolworth zunächst in 60 Filialen das Sortiment um Sportartikel erweitern, teilte Hermann mit. Bis Ende Oktober sollen alle rund 150 Filialen umgebaut werden. Hierfür seien Investitionen im zweistelligen Millionenbereich geplant. Dies sei "ein deutliches Zeichen" an die Mitarbeiter, erklärte Hermann.

Die Umsätze in vier bereits umgebauten Filialen im Rhein-Main-Gebiet entwickelten sich "sehr stabil" und seien teils sogar gestiegen. Im zweiten Halbjahr sei deswegen damit zu rechnen, dass Woolworth wieder schwarze Zahlen schreibe, erklärte Hermann.

Die Kaufhauskette Woolworth, die seit über 80 Jahren Filialen in Deutschland betreibt, hatte im Frühjahr Insolvenz angemeldet. Ein starker Umsatzrückgang hatte das Unternehmen in die Knie gezwungen. Woolworth will rund 150 seiner bislang rund 310 Filialen weiter betreiben. Die Drogeriekette Schlecker ist an der Übernahme von 70 Filialen interessiert. Auch Textil-Discounter und Schuhhäuser prüfen die Übernahme von Woolworth-Standorten.

Quelle: n-tv.de, AFP

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