Wirtschaft

Mehr Mitglieder, höherer Gewinn Xing und Facebook boomen

Die Online-Netzwerke sind weiter auf Wachstumskurs. Xing verbucht im dritten Quartal das höchste operative Ergebnis seiner Firmengeschichte. Auch die Mitgliederzahlen nehmen zu. Das gleiche gilt für Facebook. Geschäftszahlen werden zwar nicht veröffentlicht. Aber die Strategie des Unternehmens geht ganz klar auf.

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Seit drei Jahren an der Börse: Xing, vormals bekannt als OpenBC.

(Foto: REUTERS)

Die sozialen Online-Netzwerke Facebook und Xing setzen ihren Erfolgskurs fort. Die hauptsächlich in Deutschland bekannte Karriere-Seite Xing hat dank eines Mitgliederansturms im dritten Quartal ihren Gewinn vervielfacht. Der Überschuss legte auf 2,1 Mio. Euro zu nach 340.000 Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Hamburger Internet-Startup mitteilte. Die Nutzerzahl um knapp eine halbe Million, womit die Firma mehr als zehn Mio. Mitglieder zählt. Vor allem der von Grund auf neu gestaltete Internet-Auftritt sowie die erste Fernseh-Werbekampagne hätten Neu-Netzwerker angelockt, erklärte die Firma.

Der Umsatz stieg um ein Fünftel auf 13,8 Mio. Euro. Haupteinnahmequelle waren nach wie vor die Beiträge der Premium-Mitglieder - allein 10,8 Mio. Euro im abgelaufenen Quartal. Diese Mitglieder können für eine Monatsgebühr mehr Kontaktinformationen der anderen Mitglieder einsehen. Vor allem für Personalvermittler ist das interessant.

Facebook setzt auf Werbung

Ein anderes Geschäftsmodell verfolgt der deutlich größere US-Konzern Facebook. Er verlangt von seinen gut 500 Mio. Nutzern keine Beiträge, sondern setzt vor allem auf Einnahmen durch Werbebanner. Wie viel der Internet-Riese damit verdient, ist zwar nicht klar - die weltgrößte Netzwerk-Seite veröffentlicht keine Geschäftszahlen. Einer neuen Studie zufolge kann sich Facebook dank seiner Strategie im weltgrößten Werbemarkt USA aber ein großes Stück des Werbekuchens sichern.

In Amerika erschien im abgelaufenen Quartal bereits jedes vierte Werbebanner auf Facebook, wie die Internet-Beratungsfirma Comscore herausfand. Das sei mehr gewesen als bei den Rivalen Yahoo, Microsoft, Google und News Corp zusammen. Zu Rupert Murdochs Medienkonzern gehört unter anderem das Musik-Netzwerk MySpace. Nach Einschätzung von Analysten kann Facebook derzeit zwar noch nicht so viel für seine Werbeeinblendungen verlangen wie die Konkurrenz, holt aber auf. Denn auf Facebook könne die Reklameindustrie anhand der Nutzerdaten viel gezielter Werbung einblenden als auf anderen Seiten. Und der Markt wächst schnell. Die Marktforschungsfirma eMarketer erwartet, dass die die US-Reklameindustrie in diesem Jahr 8,6 Mrd. US-Dollar in Banner-Werbung stecken wird, 13 Prozent als im Jahr zuvor.

Quelle: ntv.de, rts